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| Bild: Picturestation |
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06.06.2005
Download 1.0: Ernüchtender Einheitsbrei (1)
Wie Pilze sind in der Schweiz in den vergangenen sechs Monaten die legalen Downloadportale aus dem Boden geschossen. Alle wollen im Geschäft der Zukunft mitmischen. Mit sehr zweifelhaften Onlineläden. Dies ergab ein unabhängiger Vergleichstest von music.ch.
Im Herbst 2004 führte music.ch eine Umfrage unter rund 2500 Schweizer MusikerInnen durch. Eine der Fragen lautete, welches digitale Audioformat die hiesigen Musikschaffenden bevorzugen würden. 82% bevorzugen MP3 frei von irgendwelchen Restriktionen. Dieses Resultat überraschte, gelten doch die MusikerInnen hinsichtlich des Vervielfältigungsrechts als konservative Zunft.
Digitales Rechte-Management
Die Industrie sieht das zur Zeit noch anders. Nachdem sie zehn Jahre lang in CD-Kopierschutz-Systeme investiert hatte (die sie jetzt infolge zu grosser Flurschäden wieder fallen lässt), setzt die Branche jetzt auf Digitales Rechte-Management (DRM). DRM bestimmt wie oft, auf welchen Medien und in welchem Zeitraum ein digitaler Titel gespielt und vervielfältigt werden darf. Das Problem des DRM ist nicht das DRM an sich. Das Problem ist, dass die BenutzerInnen nicht wirklich wissen was DRM ist, wie es funktioniert und welche konkreten Auswirkungen es hat. Doch selbst das Wissen darüber macht die Sache nicht einfacher. Die Rechte werden auf den einzelnen Titeln festgelegt. So lassen sich im selben Shop Lieder kaufen, die sich auf einen Portablen Player übertragen lassen und solche, die dies nicht nicht erlauben. Entgegen der Annahme unserer Testpersonen, setzt auch Apples iTunes ein DRM ein. Allerdings eines, welches im Vergleich zu Microsofts DRM auf WMA-Dateien relativ moderat ausfällt.
Die Online-Stores in unserem Vergleichstest tragen jedenfalls nicht viel zur Aufklärung bei. So kommt es vor, dass Downloads vorgenommen werden, die dann auf dem eigenen portablen Player nicht wiedergegeben werden können.
Wie und was wir testeten
music.ch testete alle sieben Schweizer Downloadstores: MyCokeMusic, One2Joy, MSN Music, Ex Libris, i-m, Apple iTunes und SonyConnect. Erster Schwerpunkt war das Angebot hiesiger Musik. Wir prüften die Kataloge der Anbieter auf Schweizer Klassiker, auf aktuelle CH-Titel aus der Hitparade, sowie auf Schweizer Independent-Titel. Dabei haben wir bei Cede.ch verfügbare Produkte (Alben, Maxis, Singles) den bei den Onlineläden verfügbaren gegenübergestellt. Das Angebot bei Cede.ch galt dabei als Referenz (100%) und wurde mit Note 6 bewertet. Im Falle der sechs aktuellen Hitparadentitel galt jeder Treffer als eine Note.
Die Benutzerfreundlichkeit war ein weiterer Schwerpunkt in unserem Test. Wir liessen fünf Personen zwischen 16 und 40 Jahren mit einem Personalcomputer, einer Kreditkarte und dem Auftrag drei ihrer Wunschtitel zu kaufen auf die Shops los. Eine sechste Testperson haben wir mit einem Mac auf Einkaufstour geschickt.
Alle Testpersonen mussten in den Kategorien Angebot, Preise, Benutzerfreundlichkeit, Zahlungsmöglichkeit, Systemanforderungen, Kopierschutz/DRM, Kompatibilität und Performance Noten vergeben. Alle sechs Personen haben noch nie einen der getesteten Shops besucht.
Die Kandidaten im Vergleich
Die Testberichte lesen sie ab 7. Juni in sieben Teilen täglich auf music.ch. Am 14. Juni folgt die grosse Vergleichsübersicht und die Kürung des Testsiegers. Die einzelnen Tests werden in der Reihenfolge der Schweizer Lancierung publiziert.
Ernüchtender Einheitsbrei (1) MyCokeMusic (2) One2joy 3) MSN Music (4) Ex Libris (5) i-M (6) iTunes Musicstore (7) Sony Connect (8) Ernüchternde Bilanz (9)
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