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| Bild: music.ch |
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15.06.2005
Sony BMG brennt "steril"
Sony BMG will in den USA künftig ein neues Kopierschutzsysteme bei CDs einsetzen. Mit Hilfe der britischen First 4 Internet (F4I) sollen Kopien von gebrannten CDs verhindert werden.
Der erweiterte Kopierschutz der Briten, Extended Copy Protection (XCP), ermöglicht Käufern einer CD, eine vom Label vorher festgelegte Anzahl von CD-Kopien zu erstellen. Dabei bleibt der Kopierschutz auch auf der gebrannten CD-R erhalten, womit auch Folgekopien nur reglementiert möglich sind. F4I nennt dieses das auf dem Microsoft-Mediaformat WMA beruhende Prinzip "steriles Brennen".
Man wolle somit vor allem die Gelegenheitsbrenner und Pausenplatzpiraterie reduzieren, erklärte Thomas Hesse, bei Sony BMG als President für Global Digital Business zuständig, gegenüber der Fachzeitschrift "Billboard". "Zwei Drittel der Piraterie lassen sich auf das Rippen und Brennen von CDs zurückführen. Deshalb ist es für uns äusserst wichtig, aus der CD ein sicheres Format zu machen."
Laut F4I-Chef Mathew Gilliat-Smith erfüllt XCP alle Kriterien des CD-Patents und sollte sich daher auf allen CD-Laufwerken abspielen lassen. Sony BMG ist die erste Plattenfirma, die XCP bei regulären Veröffentlichungen einsetzt.
Das Konzept klingt schlüssig, es hat jedoch einen Haken: Kunden, die ihre CDs auf einen iPod übertragen wollen, werden scheitern. XCP unterstützt iTunes als Musiksoftware nicht, einzig Windows Media ist mit dem F4I-System kompatibel. Die Industrie nennt sowas dann "Standard".
[Quelle:
Billboard
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