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29.09.2005
Streit um Musikausrichtung bei Schweizer Radio DRS
Pop-Musikprofil von DRS 1 bedrängt DRS 3
Mit seiner Neuausrichtung verbannt DRS 1 Volkstümliches in die «Musigwälle» - und gönnt sich seither selbst mehr Pop und Rock, auch aus dem eigenen Land. Dadurch bedrängt wird DRS 3. «Die Volksmusikbranche bläst zum Angriff und die Rockszene leistet Schützenhilfe», schreibt Stefan Künzli in der Mittelland-Zeitung, wo er der brisanten Musikgeschichte nachgeht, die schon die SonntagsZeitung publik machte.
Bei DRS 3 herrsche Unmut und Unzufriedenheit. Die Angleichung von DRS 1 ans Rock-Pop-Profil des dritten Programms werde nicht verstanden und es würden «welsche Zustände» befürchtet. Dort werde der Rock- und Popsender Couleur 3 von La première marginalisiert. Im Familienstreit gehe es jedoch nicht nur um das Musikprogramm, sondern auch um die ungleiche Mittelverteilung.
Weiter heisst es im Artikel: «Die programmliche Doppelspurigkeiten von DRS 1 und DRS 3 sind von zwei unabhängigen Expertisen festgestellt, die Überschneidungen von den Verantwortlichen zugegeben worden, und die Geschäftsleitung hat im Juli gemäss «SonntagsZeitung» Konsequenzen versprochen. Recherchen dieser Zeitung haben jedoch ergeben, dass an der strategischen Ausrichtung der DRS-Radios nicht gerüttelt wird.»
Unzufrieden seien auch die Vertreter der Volksmusik und des volkstümlichen Schlagers. «Die Branche fühlt sich in der DRS-Musigwälle auf dem Abstellgleis. DRS 1 war für die Volksmusik eine viel bessere Plattform.» (Stefan Künzli, Mittelland-Zeitung vom 22.9.2005)
[Quelle:
SMN
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