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| Bild: SFDRS |
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29.12.2004
Schweizer Musik in den Charts: Rekordjahr – und ein Jubiläum
Die Hitparadenauswertung für 2004 übertrifft alle bisherigen Bestmarken!
Die systematische Auszählung von Schweizer Bands und Interpreten in der offiziellen Schweizer Hitparade begann genau vor 20 Jahren – und noch nie kam es zu Werten wie 2004, das sich in praktisch allen Belangen als ein Rekordjahr erweist.
Mit 59 Langspielproduktionen und 39 Singles waren Schweizer Künstler überdurchschnittlich häufig in den hart umkämpften Bestenlisten vertreten. Ihr Anteil in den ersten 50 Rängen beläuft sich auf 8.4% bei den Singles, 15.5% bei den Album-CDs und somit auf zusammen 12.0%. Das ist nicht nur eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (2003: S: 7.5, CD: 10.9. Total: 9.2%), sondern auch mehr als im bisherigen Spitzenjahr 1994 (7.6; 12.5; Total: 10.1%).
Welche Interpreten und welche Label/Vertriebe an diesem bemerkenswerten Ergebnis welchen Anteil haben, ist aus der Tabelle unten ersichtlich. Erläuterungen zum Berechnungsverfahren finden sich im Anschluss.
Zu den Top-Künstlern bei den Alben gehören ein weiteres Mal die Berner Mundart-Starbands Plüsch («Sidefiin») und Züri West («Aloha from Züri West»). Mit den frech CH-Hits covernden QL («Heimatschutz»), den Bündner Dialekt-HipHoppern Sektion Kuchikäschtli («Nur so am Rand») und der Musicstar-Entdeckung Baschi («Baschi») haben sich ganz vorne aber auch neue Namen platziert. Der Charts-Effekt der Talentshow Musicstar ist unverkennbar: Nebst diversen Samplers, angeführt von «Your Favorites II» und «Your Favorites», konnten auch die Siegerin Carmen Fenk («Fenkadelic») und Finalist Mario Pacchioli Erfolge buchen: Ihre Alben mischten sich unter die ersten zwanzig. Dort anzutreffen sind ferner Gotthard, Polo Hofer, Dada [ante portas], Peach Weber, DJ Tatana, DJ Antoine, Mia Aegerter, DJ Energy und Sens Unik.
Musicstar-Nummern dominieren die Abteilung Singles: Musicstars, Baschi und Carmen an der Spitze, Mario Pacchioli und Piero Esteriore gleich mehrfach weiter hinten – dort anzutreffen sind übrigens auch Mia Aegerter und Chris «meh Dräck» von Rohr.
Gründe für das gute Abschneiden der einheimischen Musikschaffenden dürften an ganz verschiedenen Orten zu suchen sein. Nebst dem klar auf Markterfolg zielenden Rummel um die «Musikstars» zu nennen sind sicherlich die konstanten Bemühungen um eine Besserstellung der Schweizer Musikszene – namentlich in den Radio-Programmen der SRG. Hier kam es 2004 ja zum Abschluss der historischen «Charta», gleichzeitig schwenkte das für die populäre Musik der Schweiz so wichtige DRS-3 unter neuer Leitung auf eine deutlich CH-Musik-freundlichere Linie. Und weiter zu nennen wäre wohl die anhaltend hohe Qualität einheimischen Musikschaffens.
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[Quelle:
(SMN)
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