20.01.2006 Deutsche Indies distanzieren sich von der IFPI
Der deutsche Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Musikproduzenten emanzipiert sich von der deutschen IFPI und lanciert die Kampagne „Respect The Music – Copy Protection Free“.
Mit der Kampagne will sich der grösste deutsche Verband unabhängiger Musikproduzenten „deutlich“ von der Haltung der Musikindustrie distanzieren. Der Verband möchte folgende drei Dinge deutlich machen:
„1. DRM und Kopierschutz sind nicht die Lösung des Problems der Musikindustrie. Sie führen beim Konsumenten zu Konsumverdrossenheit und treiben diese dadurch in die Piraterie.
2. Wir brauchen ein starkes Urheberrechtsgesetz, welches die neuen digitalen Formen von Musikverbreitung und Konsum unterstützt und die Voraussetzungen für moderne Vergütungsmodelle schafft. Das geänderte Gesetz muss faire Bedingungen für die kreative Branche schaffen und bedarf deshalb einer grundsätzlichen Überarbeitung.
3. Die strafrechtliche Verfolgung von P2P Usern löst das Problem der Piraterie nicht und macht Fans zu Kriminellen.“
Den Auftakt der Kampagne "Respect The Music" bildet der Launch der Webseite www.respect-the-music.com, die kontinuierlich Informationen über die Haltung der Indies zu Themen wie Kopierschutz/DRM, neuen Verbreitungsformen von Musik und Urheberrecht bereithalten wird.
Kommentare:
Kommentar von Greg vom 20.01.2006:
Schön, dass es auch Leute gibt, welche nach vernünftigen Lösungen suchen!
Keine Ahnung was die IFPI bezweckt, aber ich denke es kann nicht die Lösung sein, 80 % (vorischtig geschätzt) der Jugendlichen und auch viele Erwachsene zu kriminalisieren.
Greetz
Greg
Kommentar von chickonrock vom 20.01.2006:
sehr gut!!! sollten sich auch CH indies anschliessen!!!
Kommentar von Tom da bomb vom 20.01.2006:
Und was passiert wenn ich legal bei iTunes runterlade? Ich erhalte eine dämliche .m4P-Datei, die ich bloss auf IPod oder dem iTunes-Programm hören kann. Ich habe über 2000 Songs auf meiner Festplatte und die erstellte Playlist bezieht sich bei mir auf den Windows Media Player (neueste Version). Ich lade also bei iTunes runter und muss dann gleich auch noch eine (Piraten-?) Software im Netz holen, die mir diese .m4P-Datei in eine .mp3 oder ähnliches konvertiert. Die spinnen! Verschaukeln kann ich mich selber!
Und noch etwas: Viele Songs kann ich auf den virtuellen Downloadshops gar nicht finden.. "Leider keine Ergebnisse"... und: CHF 1.50 pro Song... das ist mindestens 50 Rappen zuviel.
Kommentar von hpcrazy vom 21.01.2006:
Ich weiss gar nicht was die Aufregung soll !
Bezahlt einfach für die Musik die ihr mögt. In anderen Bereichen muss man ja auch für Produkte oder Dienstleistungen bezahlen.
Die Diskussion ob ein Song nun 1.- , 1.50 oder 2.- kosten soll halte ich schlichtweg für kleinkarriert.
Kommentar von Lämmergeier vom 02.03.2006:
Schöne Worte aber keine Lösung. Solange die illegale Verbreitung von urheberechtlich geschütztem Material als Kavaliersdelikt gesehen wird wird es auch keine Änderung im Userverhalten geben. Da ist die IFPI mit der Einschaltung des Staates schon am besseren Weg.