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| Bild: music.ch |
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17.01.2005
VIVA kommt jetzt aus New York
Der Musiksender liegt nun zu 100% in US-amerikanischer Hand. Aus für Schweizer VIVA?
Am Freitagabend verkauften die AktionärInnen der Viva Media AG ihre letzte Haut an den US-Konzern Viacom. Nach zehnstündigem Verhandlungsmarathon wurde der so genannte Beherrschungsvertrag zwischen Viva und der MTV-Mutter Viacom abgestimmt. Bereits vor der Hauptversammlung hielt Viacom 98 Prozent der Anteile.
Der US-Konzern mit Sitz in New York übernimmt damit auch die direkte Leitung von Viva und kann dann auch über einen möglichen Standortwechsel des Musiksenders nach Berlin oder über einen Stellenabbau entscheiden. Im Gegenzug gleicht Viacom den Viva-Verlust aus. 2003 hatte der Viva-Konzern einen Verlust von 42 Millionen Euro eingespielt.
Mit dem Verkauf und dem drohenden Umzug sind auch die Jobs der knapp 300 Beschäftigten in Gefahr. Der VIVA-Betriebsrat befürchtet dass die meisten Arbeitsplätze am bisherigen VIVA-Hauptsitz in Köln aufgehoben würden.
Und Viva selbst? Das Programm des Senders, der vor einem Jahrzehnt antrat, um den MTV-Clips Konkurrenz zu machen, startet heute ein neues Programm. Neu ist vor allem, was fehlt. Verschiedene beliebte Formate wie "Fast Forward" und das Modemagazin "Inside" wurden bereits stillgelegt, ebenso "Interaktiv" und "News". Was bleibt sind Charts-Schleifen, im nervigen Doppelpack mit Handyklingeltönen.
Was der Deal für Auswirkungen auf die Schweizer VIVA-Ausgabe hat ist noch unklar. Beobachter halten es allerding für möglich, dass das Schweizer Angebot komplett eingestellt werden könnte.
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