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| Dweezil & Ahmet Zappa |
| Bild: Free & Virgin |
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29.04.2006
Zappa Plays Zappa
"Zappa Plays Zappa" heisst die Show, die am 26. Mai im Zürcher Volkshaus über die Bühne gehen wird. Zusammen mit vielen alten Freunden des 1993 verstorbenen Frank Zappa werden seine Söhne Dweezil und Ahmet seinen Songs neues Leben einhauchen.
Bei diesem speziellen Auftritt werden Meister-Gitarrist Steve Vai, Drummer Terry Bozzio, der legendäre Sänger und Saxophonist Napoleon Murphy Brock und viele weitere als Gäste mit dabei sein. Frank Zappa wird auf einer Leinwand mit in das Konzert einbezogen werden, ähnlich wie bei Elvis Presley mit „The Show“.
Dies ist die erste offizielle Aufführung von Zappa-Songs, seit der Meister selber 1993 das letzte Mal auf Tournee ging. Die Rechte seiner Songs liegen seit seinem Tod beim Zappa Family Trust, der im wesentlichen aus der Familie Zappa besteht. So werden auch heute noch immer wieder neue Alben veröffentlicht. Es sind Aufnahmen aus dem Archiv, teilweise sogar CDs, die Frank Zappa noch zu Lebzeiten selbst zusammengestellt hatte.
Ahmet Zappa verbrachte als Junge viel Zeit in Franks Studio und saugte alles auf, was sein Vater produzierte. Nun sei es Zeit, findet er, dass man den Leuten wieder Zugang zu dieser Musik verschafft. Heute, wo kaum noch einer ein Instrument spielen könne und wo die Leute gezwungen würden, sich Mist anzuhören, müsse man das Genie des Frank Zappa insbesondere einer jüngeren Generation näher bringen, sagt Ahmet.
Ahmet übernimmt bei dieser Show den Gesang. Er singt alles, was sein Vater damals gesungen hatte, und auch alles, was er nicht selber gesungen hatte. Ahmet findet, da habe es sein Bruder schon schwieriger. Dweezil will nämlich auch Stücke auf der Gitarre spielen, die nie dafür vorgesehen waren. "Es ist unglaublich schwierig zu spielen", sagt Ahmet bewundernd.
Dweezil und Ahmet haben von ihrem Vater nicht nur die Liebe zur Musik geerbt, sondern auch seinen kuriosen Witz. Die beiden sind zwar sehr verschieden. Dweezil ist mehr der analytische Typ, der sich dafür interessiert, wie gewisse Dinge funktionieren. Ahmet ist der pure Entertainer, mit einer unbändigen Energie. Wenn sie zusammen auf der Bühne stehen, sind sie fast wie eine kombinierte Variante von Franks Persönlichkeit. In Zürich sah man das zuletzt vor vielen Jahren, als sie im Electric Ballroom im Vorprogramm von Freak Of Nature spielten und den (leider nur) rund 20 anwesenden Fans Namen verteilten ...
In Frank Zappa sahen viele nur eine Art Weird Al Yankovic, der komödiantische Sachen wie "Don't Eat The Yellow Snow" machte. Aber wir wissen, dass Frank ein begnadeter Komponist war und seine Musik sehr komplex ist. Seine Arrangements funktionieren für eine Rockband genauso wie für ein Orchester. Eine Band zusammenzustellen, die dem gewachsen war, schien sehr schwierig zu sein. Die Zappa-Brüder hatten zwar an diversen Musikschulen einige Musiker in ihrem Alter gefunden, aber sie hatten das Gefühl, sie würden noch "some shit hot players" auf dieser Tour brauchen. Und so beschlossen sie, ehemalige Bandmitglieder Frank Zappas für die Shows einzuladen. Dabei geht es nicht um Nostalgie. Sie brauchten einfach Leute, die ihre Instrumente beherrschten und mit Franks Musik vertraut waren. Schliesslich verstanden es die Bandformationen von Frank Zappa immer, die schwierigsten Songs zu spielen, und es so aussehen zu lassen, als sei es gar nichts. Innerhalb von nur drei Monaten probte das Ensemble 40 Zappa-Songs ein.
Für die beiden Brüder ist es nicht nur technisch eine Herausforderung, die Songs ihres verstorbenen Vaters zu spielen, sondern auch emotional. "Wäre Frank noch am Leben", sagt Franks zweite Frau Gail "dann würde er dies hier selber machen wollen, nur um den beiden die Schwierigkeiten zu ersparen".
Bei "Zappa Plays Zappa" wird der Zuschauer aber nicht nur seine Lieblings-Zappa-Songs hören. In die Show eingebaut sind auch viele Videosequenzen, auch Homevideoausschnitte von Frank und den kleinen Zappas. "Mein Vater war ein lustiger Mann", sagt Ahmet. "Und wenn wir alles richtig gemacht haben, dann sollten sich die Leute eigentlich schief lachen." Zu erwarten ist wohl tatsächlich das Unerwartete.
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