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| Dweezil Zappa (mitte) zelebriert Franks Musik |
| Bild: Vladan Gajic |
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28.05.2006
Denkwürdiges Konzertereignis
Viel wurde versprochen, einiges davon nicht gehalten, und doch war "Zappa Plays Zappa" ein denkwürdiges Konzertereignis. Am vergangenen Freitag zelebrierte Dweezil Zappa, Sohn des legendären Frank Zappa, zusammen mit einer erstklassigen Band die Musik seines Vaters im prall gefüllten Zürcher Volkshaus.
Im Vorfeld des Events wurde eine multimediale Show versprochen mit Ausschnitten aus Zappa-Homevideos, der Auftritt der beiden Zappa-Brüder sowie Gast-Schlagzeuger Terry Bozzio. Die Videosequenzen beschränkten sich auf den Anfang des Konzerts. Während des Einlasses wurde auf einer Grossleinwand ein altes Konzert von Frank Zappa projiziert. Superstar Bozzio bekamen die Schweizer Konzertbesucher nicht zu Gesicht, und auch Ahmet Zappa glänzte durch Abwesenheit. Terminkollisionen sollen dazu geführt haben, dass der Zappa-Spross die Tournee nicht wie geplant absolvieren kann.
Napoleon Murphy Brock macht die Show
Aber vielleicht war das sogar ein Glücksfall. Denn so stand der brillante, ehemalige Zappa-Mitstreiter Napoleon Murphy Brock im Mittelpunkt der Show. Er sang nicht nur seine eigenen Parts, sondern auch die von Frank, spielte Sax und Flöte und sorgte mit witzigen Gesten und Tanzeinlagen für beste Unterhaltung. Auch der Rest der Band, bestehend aus jungen, aufstrebenden Musikern - gerade so wie damals zu Zeiten der Mothers Of Invention - überzeugten restlos. Allesamt Ausnahmekönner, die Franks Musik so authentisch umsetzten, wie man es sich in den kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können. Der 35-jährige Dweezil Zappa spielte eine Gibson SG, so wie damals sein Vater. Er versuchte aber in keiner Weise, Franks Gitarrenspiel zu kopieren, sondern brachte seinen eigenen Stil rein, wirkte aber in keiner Weise deplaziert. Im zweiten Set, nach einer kurzen Pause, folgte dann der absolute Höhepunkt der Show. Steve Vai gesellte sich für gut 40 Minuten zur Band, spielte irrwitzige Unisono-Soli mit Dweezil und hatte auch ausgedehnte Solospots, wo er seine Show in Sachen "Stunt-Guitar" abziehen konnte. Unglaublich, was dieser Mann alles aus seiner Gitarre herausholt. Insgesamt hielt er sich aber - mit Kurzhaarfrisur und Jeans - überraschend im Hintergrund, was für das Gesamtbild dieses einmaligen Projekts sprach.
Viele junge Konzertbesucher
Zwei Mal fünfviertel Stunden dauerte das Konzert und liess keine Wünsche offen. Erstaunlich auch, dass im Publikum neben den graumelierten Veteranen auch sehr viel junges Volk auszumachen war. Dies freute besonders auch Dweezil, der ja mit diesem Projekt das Ziel verfolgte, Frank Zappas Musik einer jüngeren Generation schmackhaft zu machen.
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