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| Bild: Peter Günthart |
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09.01.2007
Tod von Nick Liebmann
Einer der profiliertesten und engagiertesten Jazzkritiker der Schweiz ist überraschend verstorben. Wie die Neue Zürcher Zeitung am Dienstag berichtete, verstarb Liebmann während einer Reise in die Antarktis am 28. Dezember in São Paulo. Ein Tag zuvor beging der Musiker und Journalist seinen 56. Geburtstag.
Nick Liebmann war nicht einfach Jazzkritiker. Er war auch Zuhörer, Fan und Macher. Als Schlagzeuger spielte er selbst mit der nationalen und internationalen Jazzszene zusammen - u. a. mit dem Pianisten Remo Rau, dem Bluessänger Gene Mighty Flea Connors, dem Bassisten Vali Mayer, im Jazz-Live-Trio von Klaus König, mit dem Saxophonisten Bruno Spoerri, dem Gitarristen Thomas Moeckel.
Als Journalist und klassischer Feuilletonist mit einer Vorliebe für Ausstrahlung, Bühnenpräsenz und intelligenten Witz war Liebmann immer auch offen für das Neue, das spezielle. Insbesondere im Jazz aber auch ausserhalb. Die NZZ bemerkte in ihrem Nachruf sehr treffend: Seine dezidierten Bemerkungen, seine mitunter auch provokativen Kommentare brachten ihn da und dort in den Ruf eines Nörglers. Wer ihn näher kannte, wusste allerdings um den Charme und die Verlässlichkeit dieses liebenswürdigen Nonkonformisten.
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