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15.11.2007
Technisch auf höchstem Niveau
Am Montag, 12.11. spielten Porcupine Tree im ausverkauften Zürcher Volkshaus. Auf Wunsch der Band war das Rauchen im Saal verboten, was doch sehr angenehm war. Auf weiteren Wunsch der Band war es auch verboten, Fotos zu machen, weshalb man Kameras am Eingang abgeben musste.
(roz) Pünktlich um 20 Uhr beginnen Anathema mit dem Vorprogramm. Die fünf Briten machen Space-Rock mit ausgedehnten Instrumentalpassagen und vielen witzigen Effektspielereien. Oft bauen die Songs auf einem einzelnen Thema auf, das ständig wiederholt und variiert wird. Mit der Zeit wirkt das dann etwas langatmig. Anderseits kann man sich der hypnotischen Wirkung dieses Sounds fast nicht entziehen. Als Abschluss ihres vierzigminütigen Auftritts spielte die Band eine recht holprige Version von Pink Floyds "Comfortably Numb".
Dann, nach einer kurzen Umbaupause, stehen Porcupine Tree auf der Bühne. Ihr Konzert wird mit der schnellen, rockigen Nummer "Fear Of a Blank Planet" vom neuen Album eröffnet. Was für ein Einstieg! Der Drummer ist eine Wucht! Im Verlauf des Konzerts spielen Steve Wilson und seine Mitstreiter sämtliche Songs des aktuellen Albums. Dazwischen werden aber auch ältere Nummern von den Alben "Signify" und "Lightbulb Sun" gespielt. So wird das Konzert bald von einem melancholischen, langsamen Tenor dominiert, was Fans der letzten drei Alben wohl ein wenig irritiert. Wilson bemerkt später denn auch selbst: "Enough. Let's heat it up a little!", um darauf die beiden letzten Songs vom Album "Fear Of A Blank Planet" ins Publikum zu schmettern.
Pocrupine Tree überzeugen durch eine gelungene Live-Umsetzung ihres Materials und einen äussert gut abgemischten Sound. Auf der Leinwand werden immer wieder abgefahrene Videoclips im Zeitraffer eingespielt, die vor allem die Stimmung der neueren Songs treffend untermalen. Die Band spielt technisch auf höchstem Niveau. Die Darbietung kommt insgesamt aber etwas unterkühlt rüber, was vor allem an den psychedelischen Nummern im Mittelteil liegt. Jedenfalls war dieses Konzert kein Vergleich gegenüber dem spritzigen Auftritt vom März 2003 im Abart.
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