28.06.2009
Solider Auftritt ohne Überraschungen
Die New Yorker Progressive-Metal-Pioniere Dream Theater boten am 27. Juni in Wettingen ein solides Konzert. Die Temperatur in der Sporthalle liess die Zuschauer schwitzen.
(roz) Dream Theater verzichten auf ihrer aktuellen Tour gänzlich auf Show-Elemente. Keine Bildschirme, keine Lichteffekte. Auch musikalisch gab es dieses Jahr kaum Überraschungen. Abgesehen von einem längeren Improvisations-Solo-Teil am Ende von "Solitary Shell" beschränkten sich die New Yorker auf eine solide Interpretation eines bunten Querschnitts durch ihr Schaffen. Das Programm startete mit "In The Presence Of Enemies" von ihrem vorletzten Album "Systematic Chaos", von der neuen CD spielten sie nur "A Rite Of Passage". Hier die komplette Setlist:
1. In the Presence Of Enemies Pt. 1
2. Beyond This Life
3. Misunderstood
4. A Rite Of Passage
5. Hollow Years
6. Erotomania / Voices
7. Solitary Shell
8. The Spirit Carries On
9. Pull Me Under
10. Medley: Metropolis / Learing To Live / Crimson Sunset
Technisch sind Dream Theater unübertroffen und bieten den Zuschauern schon seit Jahren eine Darbietung auf konstant hohem Niveau. Visueller Anziehungspunkt ist wie immer Schlagzeuger Mike Portnoy, der zwischendurch im Stehen spielt und die Zuschauer anfeuert.
Die Stimmung beim Wettinger Konzert war auffallend gut. Schon vom ersten Ton an sind alle Hände oben, es wird rhythmisch geklatscht und "Hey, hey, hey" gerufen. Und dies, obwohl es in der Halle fast unerträglich heiss war. Viele Zuschauer flüchteten darum schon nach der Hälfte des Konzerts ins Freie. Dass der Weg dabei am Hallenbad vorbei führte war Ironie des Schicksals. Ein Security-Mann am Ausgang war beim Anblick des grossen Abstroms aber doch sehr verwundert: "Isch es scho fertig?"
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