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| Bild: iw |
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24.07.2010
Kleine Bands gross am Paleo 2010
Am Donnerstag zog von Westen her eine Schlechtwetterfront übers Land. Am Freitag schien am Genfersee aber schon wieder die Sonne zwischen den wenigen Wolken hindurch. Es war jedoch merklich kühler. Das tat dem Besucherstrom aber keinen Abbruch, man zog einfach einen Pulli mehr an. Das Festival war auch in diesem Jahr ausverkauft. Kein Wunder: Es ist und bleibt eines der schönsten und bestorganisierten Festivals überhaupt. Dank der riesigen Grösse des Geländes hat man auch nie das Gefühl, dass es überfüllt sein könnte.
Im Chapiteau sorgten um 18 Uhr Aloan mit ihrem Rock bei den ankommenden Besuchern bereits für mächtig Stimmung: "Un maximum de bruit" begleitete den Auftritt der bemerkenswerten Band. Später spielten hier die Lausanner Rapper Sens Unik, die sich zum Jubiläum für wenige Konzerte reformiert hatten. Der Besucherandrang war enorm, das Zelt viel zu klein. Das Hauptaugenmerk galt am Freitag aber den Königen des Disco-Funk: Jamiroquai. Pünktlich um Mitternacht betrat Sänger Jay Kay, wie üblich mit exzentrischem Federschmuck, und seine Band die grosse Bühne. Mit perfektem Sound und ebenso perfektem Spiel überzeugten sie die Massen. Es ist wirklich äusserst bemerkenswert, wie präzise die 12-köpfige Truppe ihre Liftmusik dahinschmettert. Nebenbei bemerkt, gab es am ganzen Festival nicht eine einzige Band, die nicht einen perfekten Sound gehabt hätte. Highlight des Abends war aber der Auftritt von Filewile im ganz kleinen, neuen Le Détour hinter dem Chapiteau. (Das Paléo verfügt mittlerweile über 6 (!) Bühnen). Mit enormer Kreativität und mit viel Witz sorgten die drei Berner Musiker und ihre Sängerin Joy Frempong für endlos gute Laune. Mit Live-Bass, Drumcomputer und unzähligen Sampling- und Loop-Geräten ausgerüstet, zeigten Filewile, dass elektronische Musik nicht zwingend steril sein muss. Mit originellen Einfällen und viel Spielfreude lässt sich sogar aus einem simplen "One, Two, Three, Four" ein ganzer Song machen. Auch wenn das Set nach der Mitte stark abflaute, wollen wir diese Band nächstes Jahr das Chapiteau einheizen sehen!
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