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| Powervoting: Mitesser bei Musicstar |
| Bild: music.ch |
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31.01.2005
Manipulation bei Musicstar
Wo Geld zu verdienen ist, sind dubiose Mitesser meist nicht weit. Oder weshalb bei Musicstar plötzlich die Nummern für das Voting änderten.
Unter Powervoting.ch können seit zwei Wochen Stimmenkontingente für Musicstar eingekauft werden. Eine Stimme kostet 1.15 Franken. Der Betreiber von Powervoting.ch, Urs Seiler, erklärte gegenüber dem Blick, dass es derzeit möglich sei, pro Sendung 60'000 Stimmen einzuspeisen, wobei diese Zahl bei Bedarf erhöht werden könne: "Wir können bestimmen, wer der neue MusicStar wird." Für Grossaufträge gewährt Seiler sogar Sonderkonditionen. Für 25 Franken können auf der 22 Stimmen abgegeben werden die von der Betreiberfirma dann platziert werden. Nach verschiedenen Medienberichten kam die Betreiberin aber unter Druck: So ist einer wichtigen Kundeninformation folgendes zu entnehmen: "Powervoting.ch hat mit der Lancierung des Services für die Kampagne 'Musicstar' in erster Linie beabsichtigt, ein Werkzeug zur Verfügung zu stellen, dass Individuen und Gruppen das Mitmachen bei der Sendung ort- und zeitunabhängig ermöglicht."
Und die Teilnahmegebühren werden wie folgt gerechtfertigt: "Beim zugrunde gelegten Geschäftsmodell wurde ein Preis definiert, der eine moderate Gewinnmarge beinhaltet, sofern die Nutzung des Services hoch genug ist um die Initialisierungskosten erst mal zu decken."
Beim Schweizer Fernsehen hat man keine Freude am Powervoting. Beiläufig jedenfalls erwähnte Moderator Kilchsberger am Sonntagabend im Anschluss an sieben eher klägliche Darbietungen, dass die Nummern für das Voting geändert wurden. Das Geschäft mit den Stimmen will man natürlich nicht teilen. Das ist Sache der Swisscom. Die verdient nämlich sowohl beim offiziellen wie beim inoffiziellen Betreiber mit.
Inwieweit die Votings in den vergangenen Finalrunden durch die Massenvotings verfälscht wurden, wird wohl ein gutgehütetes Geheimnis am Leutschenbach bleiben. Alleine mit dem sonntäglichen Nummernwechsel wird dem Treiben allerdings kein Ende gesetzt: Je weniger Musicstars im Rennen verbleiben, desto kleiner der Aufwand zu Sendungsbeginn die entsprechenden Dialer umzuprogrammieren.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag wurde am 3.2.05 nach Hinweisen des Betreibers in einigen inhaltlichen Aussagen korrigiert.
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Kommentare:
Kommentar von OldMan vom 31.01.2005:
Tja sollte nicht seine Stimme abgebon sowieso gratis sein?
Ok Gratis geht nicht aber:
- Jede Natel Nummer kann nur EINMAL abstimmen.
- Jedes SMS kostet normale Fr 0.20
alles andere ist in meinen Augen eh manipulation, egal ob von der SRG oder von Powervoting.
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Kommentar von Fran vom 03.02.2005:
Diese Geschichte war doch von Anfang an faul. Schon letztes Jahr gab es diesbezüglich Probleme. Auch bei der Miss Schweiz-Wahl lief einiges falsch. Wenn ihr mich fragt, ist die ganze Show ein einziger Fake!
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Kommentar von Serafina vom 09.01.2007:
also ich finds gut, kann man auch beim jetzigen musicstar 2007
stimmen kaufen. es gibt mehr fairness beim voten. im blick wurden ja die leute aus zürich und bern als chancenlos bezeichnet. somit haben die eine chance, dass ihre kleine fangemeinde über www.powervoting.ch stimmen im voraus sichern kann.
sf1 zockt ja alle ab. wir haben ja die tv-gebühren schon bezahlt und eigentlich müsste das voten umsonst sein.
nein, so holen sie nochmals geld in die kasse. also, warum
soll nicht noch ein anderes unternehmen da mitmischen? zudem kann ich mir vorstellen, dass die unabhängiger sind
als sf, denn da wird bestimmt gemischelt hinter den kulissen, bei den beiträgen über die kandidaten. die musikindustrie lässt nichts unversucht und man sieht ja, was aus den früheren stars geworden ist. in deutschland zum beispiel als sich die siegerin gegen dieter bohlen gestellt hat, verschwand auf der bildfläche. wer nicht spurt, wird elimniert. daher, ich
finde, www.powervoting.ch hat seine berechtigung.
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