 |
| Chris von Rohr oben ohne |
| Bild: SF DRS / Montage music.ch |
|
05.02.2005
Von Rohr platzt das Kopftuch
Seit Ex-Krokus Chris von Rohr mit der ersten Musicstar-Staffel ins Rampenlicht der medialen Öffentlichkeit zurückkehrte rätselte das Land um die Haarpracht des Rockers welche sich noch unter seinem Kopftuch verbarg. "Ohne sehe ich aus wie John Malkovich" liess der "Meh Dräck"-Musicstar-Juror kürzlich die Fernsehöffentlichkeit wissen. Seit letztem Samstag wissen wir: Alles Käse!
Im Blick lüftete von Rohr sein Haupt:"Eines habe ich bereits in den 60er-Jahren als langhaaringer Hippie gemerkt: Wenn du anders rumläufst als die Masse, wirst du angepöbelt. Leute werden beschimpft, blossgestellt, gemobbt, nur weil sie anders sind. Das ist ein auf Äusserlichkeiten fixiertes, untolerantes Bünzlidenken und kann und darf nicht sein in einem ansonsten prächtigen Land wie unserem." Und letzte Woche platzte Chrissi-Bär der Kragen: "Als mein fucking Kopftuch kürzlich in den Abendnachrichten gewisser TV-Stationen noch vor dem schrecklichen Pelzschälen in China zum Hauptthema gemacht wurde, sagte ich mir: Okay Leute, stoppt dieses Oberflächen-Theater! Als dann die Nation nach den sowieso schon überaus grosszügigen Tsunami-Spenden auch noch plötzlich ohne mein Einverständnis aufgefordert wurde, auf eine 900er-Telefonnummer Geld einzuzahlen, um meine Matte sehen zu dürfen, musste ich die Notbremse ziehen."
Von Rohr lud den BLICK-Fotografen Christian Lanz zu sich nach Solothurn und liess sich in schwarz-weiss ohne eines seiner 50 Kopftücher ablichten. Und der die Tage zuvor als "einer der wenigen die Chris schon ohne gesehen hätten" von Tele Züri interviewte Musicstar-Moderator Roman Kilchsberger hatte recht: "Es ist nichts besonderes unter den Kopftüchern von Chris. Vielleicht eine hohe Stirn. Mehr nicht."
Schade! Uns hätte die Vorstellung einer Kreuzung von von Rohr und Malkovich deutlich besser gefallen (siehe Montage). Um die Posse mit den Worten von Chris von Rohr abzuschliessen: "Und jetzt, wo das Geheimnis gelüftet ist, können wir uns getrost wieder den wirklich wichtigen Dingen im Leben widmen. Okay? Gut! Getreu dem Motto: mehr Akzeptanz und Spielraum für alle unsere Mitbürger."
|