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| Catherine Mühlemann: Eine Schweizerin auf dem MTV Chefsessel in Europa |
| Bild: MTV |
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02.03.2005
Kahlschlag bei VIVA Deutschland
Durch die Übernahme von VIVA durch MTV gehen in Köln beinahe 300 Arbeitsplätze verloren. Dies erklärte der VIVA-Betriebsrat Thomas Dieckmann gestern vor den Medien. MTV hatte zuvor am Montag bekanntgeben, dass durch den Umzug nach Berlin 120 Mitarbeitern gekündigt würde.
Dieckmann: "In Zukunft werden bei Viva nur noch rund 20 Leute arbeiten. Die von MTV bekannt gegebenen Zahlen sind Schönfärberei." Gemäss Recherchen des Branchenblattes Musikwoche müssen 120 Festangestellte ihren Arbeitsplatz räumen, 91 befristete Beschäftigungsverhältnisse werden nicht verlängert, 45 weitere Arbeitsplätze werden nach Berlin verlegt. Es verbleiben also aller Voraussicht nach von ehemals 300 bei Viva und Viva Plus noch gerade mal 45 Arbeitsplätze in Köln. 5 Stellen davon entfallen auf das neu geschaffene MTV Networks Europe Business Development Department, das künftig von Ex-Viva-Boss Gorny geleitet wird.
Die hiesige Vertretung von VIVA in der Schweiz (sowie in Polen und Ungarn) sollen von den Umstrukturierungen (noch) nicht betroffen sein. Die Schweizerin Catherine Mühlemann, die künftige Geschäftsführerin von MTV und Viva, rückte zum 1. März in den Vorstand der Viva Gruppe auf. "Wir werden jetzt unter Hochdruck an den neuen Strukturen arbeiten und möglichst rasch mit der Umsetzung der Strategie beginnen", teilte sie mit. "Unsere erste Priorität ist hier an neuen Inhalten zu arbeiten, insbesondere möchten wir mehr in lokale Eigenproduktionen investieren."
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