 |
| Wertung
|
R=Redaktion
L=LeserInnen
Geben Sie Ihre Wertung ab!
|
|
| Trackliste
|
|
1.
|
Perfect Girl
|
|
2.
|
You came
|
|
3.
|
Together we belong
|
|
4.
|
Forgive me
|
|
5.
|
Four letter word
|
|
6.
|
You keep me hangin' on (feat. Nena)
|
|
7.
|
Baby obey me
|
|
8.
|
Kids in america (feat. Charlotte Hatherley)
|
|
9.
|
I fly
|
|
10.
|
Lost without you
|
|
11.
|
View from a bridge
|
|
12.
|
Maybe I'm crazy
|
|
13.
|
Game over
|
|
14.
|
Cambodia (Paul Oakenfold remix)
|
|
|
| Diskografie
|
|
Never Say Never
(2006)
Review lesen |
|
|
|
Now And Forever
(1995)
|
|
|
|
Love Is...
(1992)
|
|
|
|
|
Love Moves
(1990)
|
|
|
|
Close
(1988)
|
|
|
|
Another Step
(1986)
|
|
|
|
Teases & Dares
(1984)
|
|
|
|
Catch As Catch Can
(1983)
|
|
|
|
Select
(1982)
|
|
|
|
|
Kim Wilde
(1981)
|
|
|
|
|
|
|
Kim Wilde Never Say Never
|

Download bei
|
Leider peinlich |
mel. Hier ist sie wieder: die Ikone der 80er Jahre, die damals den pubertierenden Jungs den Schlaf raubte und den Mädels trotz oder gerade wegen der blondierten Vokuhila-Frisur als Stylingvorbild diente. Kim Wilde versucht ihr Comeback mit dem Album "Never Say Never" oder handelt es sich dabei nicht eher um eine aufgemotzte Best of Performance?
Man füge dem Album nebst Klassikern wie "You Came" oder "Four Letter Word" einige neue Songs bei und schon kann man es als Comeback durchgehen lassen. Wie? Auf der Platte sind neue Songs drauf? Ja und nicht mal zu wenige, 8 Stück insgesamt.
Beim genauen hinhören erkennt man tatsächlich, dass man eben nicht kannte, was da gespielt wird, nämlich neue Songs. Insgesamt wirken diese nämlich wie eine schlechte Kopie der alten Songs, ohne dabei zu berücksichtigen, dass seit dem Hit "Kids In America" doch schon satte 25 Jahre ins Land gezogen sind. Wobei berücksichtigt wurde dies ja irgendwie schon. Den Songs wurde durchgehend ein nerviger, technoider Beat unterlegt und entsprechend wurden die BPM der Songs hochgeschraubt. Es handelt sich dabei nicht etwa um gelungene Remixes (mit Ausnahme des Tracks "Cambodia"), sondern um billig umgestaltete Versionen der ach so viel besseren Originale. Immerhin hat sich Kim Wilde die Mühe gemacht, auch die alten Songs, mit ihrer nach wie vor typischen Stimme, neu einzusingen. Aber war es wirklich nötig, dass Nena auf dem einstigen Hit "You Keep Me Hangin’On" mitsingt und das ganze auch noch auf englisch? A propos Nena: Die hatte vor wenigen Jahren ein ähnliches Comeback, wie es nun Kim Wilde versucht (damals unterstützte Kim Wilde ihre Freundin aus den 80ern auf dem Song "Anywhere, Anyplace, Anytime"). Und wie es der Zufall so will, wurde nun "Never Say Never" von Joern-Uwe Fahrenkrog-Petersen produziert; seines Zeichens in den 80ern Keyboarder und immer noch Produzent von Nena. Also mal ehrlich, das riecht schon stark nach Aufbesserung der Portokasse.
Angesichts Kim Wilde's Vergangeheit ist der Massstab, an dem "Never Say Never" gemessen wird, hoch. Nichts desto trotz ist dem Album auch Gutes abzugewinnen. So sind unter den neuen Songs "I Fly" und "Game Over" zu erwähnen, die doch noch was hermachen und die Neuauflage des Hits "View From A Bridge" ist so durchaus akzeptabel, wenn auch nicht hervorragend.
Insgesamt ist die Platte leider nur etwas für eingeschworene Fans, die einfach nicht ohne diese Scheibe im Regal leben können. Ist man (sträflicherweise) noch nicht in Besitz eines Kim Wilde Albums oder gehört zu den jüngeren Semestern, die Kim Wilde nur noch vom Hören-Sagen kennen, dann besorgt euch lieber ein älteres Album von Kim Wilde. Denn die alten Hits von Kim Wilde sind unbestritten grossartig und in der Originalfassung einfach besser. Ob Kim Wilde mit der Neuauflage des alten Sounds tatsächlich ein gelungenes Comeback gelingen wird, ist mehr als fraglich, aber „Never Say Never“.
|