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Heinrich Müller Chain Of Pearls
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Dezente Töne |
mel. Heinrich Müller, der den meisten als Tagesschausprecher des Schweizer Fernsehens bekannt sein dürfte, meint es ernst mit seinen Musikambitionen. Zwei Jahre nachdem er mit seinem Debutalbum "Footsteps" überraschte, folgt nun "Chain Of Pearls". Im Gegensatz zum Erstling, welcher im legendären Nashville eingespielt wurde, wurde "Chain Of Pearls" im nicht ganz so legendären, dafür heimischen Winterthur eingespielt. Zusammengefunden haben sich dafür einige bekannte Schweizer Musiker, u. a. Christian Brantschen (Patent Ochsner).
"Chain Of Pearls" bietet vorwiegend ruhige, teilweise leicht melancholische anmutende Gitarrenmusik, mit einem leichten Country-Einschlag. Darunter ist keinesfalls nur ein seichtes Gitarrengeschrummel zu verstehen, sondern vielmehr dezent arrangierte Songs, in welche sich Müllers Stimme, die sanfte Töne anschlägt, gut einfügt. Seicht hingegen sind die durchwegs englischen Songtexte, die leider meist banal daherkommen.
Etwas überraschend ist, dass sich auf "Chain Of Pearls" eine Coverversion des The Cure-Klassikers "Friday I’m In Love" befindet. Denn das Covern von bekannten Hits ist bekanntlich eine heikle Angelegenheit, die Gefahr, dass daraus eine Persiflage resultiert, ist gross. Doch die vorliegende Coverversion zeigt, dass Heinrich Müller seinen eigenen Stil gefunden hat. Denn er interpretiert den Song derart, dass er wie einer seiner eigenen Songs anmutet.
Sicherlich ist "Chain Of Pearls" kein grosser musikalischer Wurf, der Heinrich Müller die steile Musikkarriere eröffnet. Darum scheint es ihm auch gar nicht zu gehen, sondern vielmehr darum, der Freude an der Musik Ausdruck zu geben. Die Musik passt zu Heinrich Müller und kommt daher authentisch rüber.
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