 |
| Wertung
|
R=Redaktion
L=LeserInnen
Geben Sie Ihre Wertung ab!
|
|
|
|
Joyce Club-X
|

|
Überzüchtet |
roz. Der Name Joyce (nicht zu verwechseln mit der brasilianischen Latin-Sängerin) leitet sich von Joy ab. "Spass" haben steht bei der Band im Vordergrund. Dennoch setzen sich die Innerschweizer in ihren Texten auch kritisch mit dem Zeitgeschehen auseinander. "Die Kenntnis der Schattenseiten vorausgesetzt, kann Spass bewusster gelebt werden" wird der scheinbare Widerspruch in der Bio aufgelöst. 60 Konzerte spielte die Band in den Jahren 2003 - 2004, dabei war ein Auftritt am Jazz-Festival Montreux das Highlight.
Für ihr zweites Album "Club-X" liessen sich Joyce zwei Jahre Zeit. Im Studio schöpften sie sämtliche technischen Möglichkeiten aus. Sie tüftelten lange an Klängen und fabrizierten einen trendigen, modernen Sound. Die Musik steht zwischen Industrial-Metal, Pop und Elektro - eine Art härtere Variante von Irrwisch. Und Joyce schrecken auch vor Kitsch nicht zurück ("City Of Angels"). Die Stimme von Sänger Urbi Bissig will bei den härteren Nummern nicht so richtig passen. Und so sind sie für Rocker zu poppig, für Popfans zu rockig. "Club-X" ist weder Fisch noch Vogel. Das Booklet ist so ansehnlich wie die Produktion. Das Ganze wirkt trotzdem sehr überzüchtet.
|