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Black Tiger Beton Melancholie
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Ein Raubtier mit Gewissen |
mws. Der Rap-Pionier aus Basel, der seit fast zwei Dekaden mit dem Mikrofon in der Hand durch die Schweiz zieht, hat mit "Beton Melancholie" sein zweites Solo-Album abgeliefert. Der Titel des Werks passt – die meisten der 20 Tracks sind von einer träumerisch-traurigen Grundstimmung geprägt; sphärische Piano- und Geigensamples beschwören das Bild einer trostlosen Grossstadt herauf. Die Polizeisirenen und die Nebelschwaden denkt man sich wie von selbst dazu.
In den Texten ist herauszuspüren, dass der Tiger nicht mehr zwanzig ist. Der Rückblick auf die vergangenen Jahre ("Zitlos", "Friener", "Summernächt") ist wichtiger geworden als die Vorschau aufs nächste Wochenende ("2x4x7"). Auch der Gang über die Basler Stadtgrenze hinaus hat an Bedeutung gewonnen - die erste Single ("2 Wälte") dreht sich unter anderem um Gerechtigkeit, Völkermord im Kongo und Blutdiamanten. "Beton Melancholie" ist damit alles andere als leichte Kost, aber dank Black Tigers Flow und Featurings in sechs verschiedenen Sprachen dennoch ein facettenreiches Album, das in Erinnerung bleibt.
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