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Rammstein Reise, Reise
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Teutonischer Brachialsound |
roz. „Reise, Reise“ ist genau das Album, auf das Rammstein-Fans 3 Jahre lang sehnsüchtig gewartet haben. Natürlich sind die Deutschen ihrem teutonischen Brachialsound treu geblieben. Die Gitarrenwand breit und messerscharf, der Gesang mit dem rollenden „r“, die Texte böse und abgründig, die Themen: Kindstod, Abartiges und sexuelle Lust, was natürlich nach wie vor Geschmackssache ist. Also alles wie gehabt? Nein, da gibt es auch neue Aspekte im Rammstein-Sound. Bei „Los“ zum Beispiel kommen erstmals nylonbesaitete Akustik-Gitarren zum Einsatz, und der ganze Song wird von einem Blues-Feeling getragen! „Moskau“ könnte durchaus von Billy Idol in den 80er aufgenommen worden sein. Und die eingängige, poppige Hymne „Amerika“ wird auf Viva von einem in fröhlichen Farben gehaltenen Video begleitet. Nach dem leicht enttäuschenden, innovationslosen Album „Mutter“ schlagen Rammstein nun also wieder voll zu. Sie haben sich musikalisch weiterentwickelt, bauen neue Elemente in ihren Sound ein und lassen trotz allem die gewohnte Härte nicht vermissen. Grossartig!
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