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| Wertung
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R=Redaktion
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| Diskografie
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Thornography
(2006)
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Nymphetamine
(2004)
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Damnation & A Day
(2003)
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Midian
(2000)
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Cruelty And The Beast
(1998)
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Dusk & Her Embrace
(1997)
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Principle Of Evil Made Flesh, The
(1994)
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Cradle Of Filth Thornography
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Variantenreicher |
roz. Cradle Of Filth sind zurück, um uns mit einer Hand zu streicheln und gleichzeitig mit der anderen die Kehle durchzuschneiden. Das 2004er Album "Nymphetamine" brachte der Band eine Grammy-Nominierung. Die Erwartungen an das neue Album waren entsprechend hoch. "Thornogaphy" übertrifft diese nun locker und bläst mit Windstärke 10 alles weg, was sich den Engländern in den Weg stellt. Die neuen Songs sind eingängiger und abwechslungsreicher, aber gleichzeitig auch viel härter. Weniger Keyboards, mehr klassische Heavy-Metal-Elemente und variantenreicherer Gesang sind die Hauptzutaten zu "Thornography".
Das aktuelle Line-up ist bestimmt eines der solidesten und kraftstrotzendsten in der Bandgeschichte. Vor allem Schlagzeuger Adrian Erlandsson ist eine Wucht. Mit technischer Raffinesse peitscht er die Songs voran. Die vielen Tempowechsel machen "Thornography" zusätzlich interessant. Auffallend ist auch der Hang zu mehr Heavy-Metal-Riffs à la Iron Maiden und dass Dani Filth sehr viel weniger keift, dafür aber mehr clean singt. Bei "The Byronic Man" ist HIM-Frontmann Ville Valo im Duett mit Filth zu hören. Das heisst, so richtig hört man den finnischen Mädchenschwarm gar nicht, der wird glatt unter dem COF-Bombast begraben. Am meisten gewöhnungsbedürftig für Fans der ersten Stunde dürfte wohl der Refrain von "I Am The Thorn" mit dem Vocoder-Effekt in der Stimme sein. Und auch die Coverversion des 80er Pop-Klassikers "Temptation" von Heaven 17.
Aufgenommen wurde "Thornography" von Metal-Produzent Rob Caggiano (Anthrax, Bleeding Through), gemixt von Andy Sneap (Killswitch Engage, Trivium). Herausgekommen ist ein weiteres Meisterwerk aus dem Hause Cradle Of Filth. Geradlinig, vital und doch extrem giftig. Die schier unglaubliche Fülle an Ideen ist kaum mehr zu übertreffen. Und dabei klingen Cradle Of Filth so leichtfüssig, als sei das nichts.
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