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Genre: Rock


Diskografie
Saturday Night Wrist
(2006)

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B-Sides & Rarities
(2005)

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Deftones
(2003)
Back To School
(2002)
White Pony
(2000)
Live
(1999)
Around The Fur
(1997)
Adrenaline
(1995)
Deftones
Saturday Night Wrist

Dichte Atmosphäre

roz. Nach dem Album "Deftones" im Jahr 2003 war es still um die gleichnamige Band. Sänger Chino Moreno tobte sich mit dem Sideproject Team Sleep aus, und das Album "Rarities & Covers" wurde in weiten Teilen als Abgesang auf die Deftones missverstanden. Mit ihrem neuen Album "Saturday Night Wrist" und der eindringlichen Single "Hole In The Earth" beweist die Band aus Sacramento allerdings, dass Krisen da sind, um überwunden zu werden. Das Ergebnis überzeugt auf der ganzen Linie.

Die neuen Songs sind überwiegend ruhig, verträumt und episch angelegt. Und doch sind da auch die harten Songs, die fiesen, die mit krachenden Gitarren die Wut zelebrieren. Und alles passt wunderbar zusammen, auch die elektronischen Elemente. Die Stimmung dieser Platte ist einzigartig. "Saturday Night Wrist" nimmt einen von der ersten Sekunde bis zum letzten Takt gefangen. Am herausragensten ist Chino Moreno, der die wohl beste Gesangsleistung seiner bisherigen Karriere abliefert: So vielfältig hat man ihn noch nie gehört. Er kreischt sehr viel weniger als auf früheren Alben und legt alle seine Emotionen in den Gesang. Wenn er in "Xerces" sein verzweifeltes "I'll be waving Goodbye" ins Mikro haucht, wird der ganze Schmerz, den Abschied bereiten kann, spürbar. Unterstützung erhält er von Serj Tarkan von System Of a Down, der sich bei "Mein" ebenfalls seine gequälte Seele aus dem Leib krächzt. Witzig, dass gerade jetzt auch eine Nummer wie das Instrumental - mit dem unglaublichen Titel "U,U,D,D,L,R,L,R,A,B,SELECT,START" - Platz hat, die ohne Moreno auskommt. Oder die freakige Elektro-Pop-Nummer "Pink Cellphone", wo er nur leise seufzt, während die Giant-Drag-Sirene Annie Hardy ihren Text aufsagt.

Produziert wurde "Saturday Night Wrist" von Bob Ezrin, der schon alle Grössen von Pink Floyd bis Kiss im Studio hatte. Es ist ein äusserst kurzweiliges, abwechslungsreiches Album, das mit einer unerhört dichten Atmosphäre punktet.


Kommentare:
Kommentar von Subby vom 10.11.2006:
unglublich produzierte scheibe... meiner meinung nach übertrifft die produktion sogar die von terry date auf "white pony"
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