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Hellvis Never Touch A Running System
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Wie ein Fünfräppler |
roz. Hellvis bezeichnen sich als "die beste Electro-Rock Band der Welt". Das schräge Trio kommt aus Luzern und hat schon ein Konzert auf der Herrentoilette der Boa gegeben. Die Truppe macht Elektro-Rock-Pop mit nostalgischen Keyboardsounds, verzerrten Gitarren und ebensolchem Gesang. Unter dem Titel "Never Touch A Running System" erscheint jetzt das Debütalbum.
Was hier geboten wird, ist gelinde gesagt eine Zumutung. Das "Intro" mag ja grad noch gehen. Doch sobald der Gesang einsetzt, wird es unerträglich. J.R. nölt in monotoner Stimmlage Texte wie: "I am the vampire, the lord of the darkness, at night I get out of my coffin to hunt for the living". Das stümperhafte Drumprogramming erzeugt nicht im entferntesten etwas, das man Groove nennen könnte. Dazu sind die Keyboards und teilweise auch die einsilbige Gitarre völlig neben dem Timing. Wie ein Ping-Pong-Ball schiessen die Echos kreuz und quer durch den Raum. Dazu noch dieser unsägliche Sound. Gruppen wie Trio veranstalteten in den 80ern ähnlichen Trash zwischen Pop und Elektropunk. Bei denen war das Ganze aber wenigsten sauber produziert. Zudem anarchistisch und auch witzig. Hellvis schiessen aber voll am Ziel vorbei. Diese CD ist wie ein Fünfräppler: Die Herstellungskosten übersteigen den effektiven Wert.
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