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Christian Tschanz 1000 Gründe
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Kein eigenes Profil |
roz. Der 1977 geborene Christian Tschanz wuchs in der Atmosphäre des elterlichen Kleinbetriebs in Thun auf. Bereits im Alter von 17 Jahren verliess er das Elternhaus, um in Avenches eine Lehrstelle anzutreten. Dort lernte er seine jetzige Frau kennen und war im jungen Alter von 20 bereits Vater. Seine erste CD gibt es gleich in zwei Versionen: mit deutschen und französischen Texten. Er hinterfragt den Wert einer Freundschaft, singt über das Zusammensein und darüber, mit jemandem Gefühle und Liebe zu teilen. Dabei zeigt Tschanz schon mal eine eigenwillige Direktheit ("jetzt weiss ich, wer ich bin, denn du trägst mein Kind"). Die französischen Texte klingen zu sehr nach Übersetzungen. Obwohl sicher alles richtig ist, fehlt irgendwie der Pfiff in der Formulierung.
Er hat die Frisur von Mike Shiva, den Tonfall von Stephan Eicher und den Produzenten von Gölä. T.J. Gyger trimmte den Sound von Tschanz auf Mainstream, insbesondere die Gitarren klingen wie bei Gölä: derselbe Verzerrungsgrad, derselbe Delay-Effekt. Und das ist das Hauptproblem von Christian Tschanz. Dem Thuner fehlt ein eigenes Profil. Alles klingt zu sehr nach Lokalradio-Groove, ja sogar auf seiner Platte selber ähneln sich die Songs wie ein Ei dem anderem, so dass schnell Langeweile aufkommt. Aber er ist ja noch jung, und er hat zweifellos Potential.
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