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Stephen Marley Mind Control
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Ein paar Gramm Gras |
mws. Tallahassee, Florida, im Jahre 2002: Polizisten schnappen sich einen Rastafarian und stecken ihn wegen Marihuana-Besitzes in Untersuchungshaft. Courant normal, könnte man denken. Was die Gesetzeshüter jedoch nicht wissen: Beim Festgenommenen handelt es sich um Stephen Marley, den zweitältesten Sohn von Bob Marley.
Der fünffache Grammy-Gewinner ist keiner, der schnell vergisst. Heute, fünf Jahre später, erscheint sein erstes Solo-Album, und der prägnanteste Song des Albums ("Iron Bars") nimmt auf den angesprochenen Zwischenfall Bezug: "Let me out, let me out, I'm an angry lion!", ruft Marley wütend aus, und beklagt sich, dass er wegen ein paar Gramm Gras mit Gewaltverbechern in dieselbe Zelle gesperrt wird. Auch in weiteren Songs vertritt er sehr kritische Positionen; neben der Polizei nimmt er vor allem Politiker und die Werbeindustrie ins Visier.
Die Musik für "Mind Control" hat Marley selbst aufgenommen. Dank seinen herausragenden Fähigkeiten als Produzent bietet das Album viel Abwechslung. Auf den langsam rollenden Roots-Reggae-Tune ("Lonely Avenue") folgt ein Dancehall-Track mit Flamenco-Einflüssen ("Let Her Dance"), und die bouncende Beatbox-Nummer ("The Traffic Jam") wird von einem soften Chillout-Stück mit Pfeiff-Melodie ("You're Gonna Leave") abgelöst. Zusammengehalten wird dieses Stilgemisch von Marleys prägnanter Stimme, die teilweise so stark an diejenige seines Vaters erinnert, dass oft das Gefühl entsteht, man höre einen bisher unveröffentlichten Bob-Marley-Song.
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