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Boundzound Boundzound
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Ein Seeed-Sänger auf Solo-Pfaden |
mws. Seeed gönnen sich nach einem höchst erfolgreichen Jahr 2006 eine wohlverdiente Pause. Demba Nabé alias Ear, einer der drei Lead-Sänger, konnte sich mit der Idee einer Auszeit nicht so recht anfreunden. Also tat er, was Musiker immer tun, wenn sich die Hauptband im Winterschlaf befindet: Er gründete ein Solo-Projekt.
Ear hat mit "Boundzound" nicht primär die Mainstream-Windkanal-Lösung im Auge. Lieber mixt er Dancehall-, Gospel- und Elektroelemente zu einer ansprechenden Mischung zusammen, die man bisher noch kaum gehört hat. Hochmodern, aber trotzdem angenehm locker, die Musik.
Etwas zu locker ging Ear dagegen an die Texte heran, die sich phasenweise ziemlich uninspiriert anhören. Bisweilen münden sie in stumpfe Durchhalte-Parolen und Klischees (etwa "I make my day / this is my way" im Song "so long").
Kurz: Ears Stärken liegen nicht unbedingt bei Stift und Papier, aber die entspannten, langsam vor sich hin rollenden Beats machen vieles wieder wett - und auf gewisse Qualitäten muss man ohnehin nicht verzichten, wenn der Name Seeed im Raum steht: Die Bässe sind einfach ein bisschen dicker als bei allen anderen.
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