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Linkin Park Minutes To Midnight
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Neuorientierung knapp geglückt |
mws. Eine der erfolgreichsten Rockbands des Planeten sucht ihre Rolle. Der NuMetal-Zug ist abgefahren; dessen waren sich die sechs Kalifornier bewusst, als sie "Minutes To Midnight" in Angriff nahmen. Wohin sollte der Weg also führen? Zum radikalen Stilwechsel, zu wilden Experimenten oder eher zur sanften, vorsichtigen Veränderung?
"Minutes to Midnight" beginnt (nach einem konturlosen Intro) zwar vielversprechend mit "Given Up", einem bösen Rock-Kracher mit starkem Punk-Einfluss, aber danach wird schnell klar: Der Trend geht zur Mitte, zum Poprock.
Die Jungs von Linkin Park hatten zwar schon früher ein Gespür für engängige Melodien, aber so stromlinienförmige Songs wie "Leave out all the rest" oder "Shadow of the day" waren von ihnen bis anhin nicht zu hören. Damit tut sich die Band keinen Gefallen, denn mit jeder Schicht Geigen, die in die Arrangements gedrückt werden, verliert sie an Dringlichkeit.
Glücklicherweise bietet "Minutes To Midnight" aber auch spannende Gegenpunkte zu den überladenen Nummern. "Bleed it out" etwa, ein Song, der hauptsächlich vom live aufgenommenen Klatschen einer Handvoll Leute angetrieben wird. Oder "No more sorrow", ein Mosh-Track, der mit unglaublich fetten Gitarren tief in den Bauch haut.
"Minutes to Midnight" ist damit kein Meisterwerk, aber die Neuorientierung der Band ist doch gerade nochmal gut gegangen.
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