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Boob Ono Sessions, The
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Frech und munter |
roz. Boob ist Christian "Bubi" Rufener. Und Bubi Rufener ist eine der schillerndsten Figuren der Berner Rock Szene: ein Rockshouter, Rapper, Stromgitarrist, Songwriter und Entertainer in Personalunion. Nach der Partyband Sugarbabies und der subversiv rappenden Allschwill-Posse zieht Rufener wieder sein eigenes Ding durch: Geradlinigen und doch raffinierten Rock’n’Roll, klassisch instrumentiert, leidenschaftlich interpretiert und mit ein paar unverschämt poppigen Refrains garniert. Auf "The Ono Sessions" wurde Bubi Rufener von einem Trio aus alten Berner Rock-Füchsen begleitet: Mit Christoph Kohli (Bass, Vocals), Peter von Siebenthal (Gitarre, Piano) und Sam Mumenthaler (Drums, Vocals) hat Rufener bereits bei der Band Backbeat gespielt.
1999 veröffentlichte Rufener zusammen mit dem früheren Phon-Roll-Gitarristen Carlos Manuel Häfliger ein erstes Album unter dem Namen Boob. Nun folgt der längst überfällige Nachfolger. Der Sound ist geprägt von vielen Einflüssen. Punk, Rock, Sixties und Folk. Die Harmonien sind meist bluesig, die Gesangsmelodien erinnern über weite Strecken an die Beatles. Nicht umsonst, so scheint es, heisst das Album "The Ono Sessions". Ein Grossteil der Produktion wurde live eingespielt. Das Album hat denn auch eine sehr lebendige Atmosphäre und überzeugt durch die Liebe zum Detail. Rufener singt über Sharon Tate und über den Papst, über schillernde Vögel und brennende Häuser, über die Katerstimmung am Morgen danach und Höhenflüge vor dem jähen Absturz. Er tut dies mit einer leicht heiseren Rockstimme, die wie die Faust aufs Auge passt. "The Ono Sessions" ist eine umwerfende Rock-Platte. Ernst und ironisch zugleich, eingängig, frech und munter, ehrlich und spontan und doch sehr durchdacht.
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