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Genre: Rock


Diskografie
Black Clouds & Silver Linings
(2009)

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(1993)
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(1992)
When Dream And Day Unite
(1989)
Dream Theater
Systematic Chaos

Majestätisch

roz. "Systematic Chaos" heisst das neunte Studioalbum der Progressive-Metal-Könige Dream Theater. Acht Songs sind darauf zu finden. Das knapp 80-minütige Album ist vollgepackt mit dramatischen Momenten und aggressiven Songs. "Systematic Chaos" beschreibt treffend, was Dream Theaters Musik ausmacht: Sie ist auf der einen Seite sehr methodisch und peinlich genau aufgebaut, auf der anderen aber auch akrobatisch und abstrakt.

"Systematic Chaos" ist ein sehr ausgewogenes Album. Da sind die gefühlvollen Melodienbögen, die Gitarrist Petrucci im Eröffnungssong spannt, bis nach erst fünf Minuten der Gesang von James LaBrie einsetzt. Und später, im ruhigen "Repentance", klingt die Band sehr stark nach Pink Floyd. Doch es gibt auch hammerharte Riffs, wie das in "Constant Motion", die Metallica pur sind. Die zwei abschliessenden Stücke sind je eine Viertelstunde lang und enthalten neben balladesken Strecken, wildem Gefrickel und theatralischem Bombast so ziemlich alles, wofür Dream Theater stehen. Die Produktion ist sehr scharfkantig und entstand unter der Regie von Paul Northfield (Rush, Queensryche) in den Avatar Studios in New York City

In den Texten geht es um Vampire, Fantasiewelten und den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse. Zwei Songs setzen sich aber auch mit sehr realen Themen auseinander: James LaBries "Prophets of War“ ist eine scharfe Anklage gegen den Krieg im Irak, und Mike Portnoys Text zu "Repentance“ beschreibt Teile des Zwölf-Stufen-Programms der anonymen Alkoholiker. “Repentance” repräsentiert die Schritte 8 und 9. Die abschliessenden drei Stufen werden auf dem nächsten Album zu hören sein. Alles zusammen ("The Glass Prison", "This Dying Soul" und "The Root of All Evil") ergibt dann quasi ein 60-minütiges Epos heilbringender Musik.

Hört man "Systematic Chaos" das erste Mal, stellt sich schnell ein gewisses Sättigungsgefühl ein. Irgendwie hat man alles schon gehört: Die unerwarteten Breaks, die irrwitzigen Unisono-Soli und harten Gitarrenriffs. Doch nach mehrmaligem Hören entdeckt man ein paar unerhörte Dinge, lernt die melodischen Refrains schätzen und stellt dann fest, dass "Systematic Chaos" ein wahrlich majestätisches Album ist.


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Dream Theater
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