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Tsering Purtag Tsering Purtag
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Imponierend |
roz. In der Zürcher Musikszene ist Tsering Purtag kein Unbekannter. Als Sessiongitarrist, langjähriger Gitarrenlehrer und Kopf des Trios Purtag, das er mit seinen beiden Brüdern formierte, machte sich der Exil-Tibeter einen Namen. Unter diesem veröffentlicht er jetzt sein Soloalbum und erfüllt sich damit einen Traum. Traumhaft sind auch die 14 Songs auf der CD. Virtuos gespielter Rock mit einem gehörigen Schluss Funk der Marke Stevie Salas.
"Tsering Purtag" ist ein durchwegs kurzweiliges Album, das gehörig Spass macht und sehr sympathisch ist. Das Spektrum reicht von Funk-Rock über bluesige Tunes bis hin zu instrumentalen Intermezzos. Gitarrentechnischer Höhepunkt ist hierbei sicher das abschliessende Glenn-Miller-Cover, das in dieser Form durchaus von einem Steve Vai stammen könnte: echt abgefahren! Sämtliche Mitwirkenden trumpfen mit erstklassigem Handwerk auf. Dem Gitarristen und Sänger zur Seite standen Bassist Philipp Schweidler (MusicStars, Kisha) sowie Schlagzeuger Simon Kistler (Heiri Müller, Vera Kaa). Dazu kommen noch Saxsoli, Bläsersätze und Frauenchörli, so dass einige Songs an die legendären Dead End Cowboys erinnern. Die bluesig angefärbten Nummern klingen ein wenig nach Jammin' The Blues.
Gescheit ist, dass Tsering die Songs nicht aus den Augen verliert, auch wenn hier und dort mal ein bisschen länger soliert wird. Seine Stimme ist zwar manchmal fast ein bisschen zu lieblich. Das passt aber zu den eher unbedarften Texten. Mehr Dreck hätte der Produktion gut getan. Dennoch ist "Tsering Purtag" ein beachtliches Stück Rockmusik, das über die 60 Minuten Spieldauer zu imponieren weiss.
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