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Delilahs If We Don't Shout
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April! April! |
roz. "Ich habe genug! Wir ziehen uns aus dem Scheiss-Musikbusiness zurück", liess sich Frontfrau Muriel Rhyner von den Delilahs in einer Pressemitteilung zitieren. Das Zuger Trio löse sich auf, hiess es, und auch Labelmanager Lukas Fischer von Little Jig schien nicht unglücklich. Es sei schwierig, mit der Band zu arbeiten, die Girls seien arrogant und "sinnlose Diskussionen über Pressetexte und Fotos endeten im Streit". Doch es war alles nur ein April-Scherz, der kurz vor der Veröffentlichung der EP "If We Don't Shout" für gehörig Wirbel sorgte.
Die Pressemitteilung war indes gar nicht so abwegig. Wegen eines Rechtsstreits mit dem Ex-Manager konnten die Delilahs ihr fertig produziertes Debütalbum bis heute nicht veröffentlichen. Im Dezember 2007 beschlossen sie daher mehr oder weniger spontan, eine neue Platte aufzunehmen, eine EP mit fünf neuen Songs, für mehr reiche das Geld nicht. Die Musik darauf ist weit weniger Aufsehen erregend als die Promoaktion und der allgemeine Hype, der seit Anfang ihres Bestehens um die Frauenband herrscht. Die Songs haben Potential, kein Zweifel. Aber irgendwie ist die Produktion zu niedlich. Die zuckersüssen Melodien, gepaart mit einer Hand voll Gitarrenakkorden und lüpfigen Rhythmen, sind nett. Aber dem Titel "If We Don't Shout" werden sie nicht gerecht. Und so fragt man sich nach knapp 20 Minuten Musik, ob die Delilahs tatsächlich den ganzen Rummel wert sind.
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