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Mañana Interruptions
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Prächtige Grazie |
roz. Japan hat Tokio, Amerika New York, die Briten haben London. Und die Schweiz? Eine echte Grossstadt sucht man hier vergeblich. Doch wenn es sie gäbe, hätten Mañana den richtigen Soundtrack dafür parat. "Interruptions", das Debütalbum der fünf jungen Musiker aus Basel, klingt wie eine Fahrt durch eine Metropole der Kontraste, vorbei an flirrenden Leuchtreklamen, verträumten Parks, pulsierenden Clubs, durch hektisches Treiben und ruhige Morgenstunden.
Starke, treibende Beats bilden das Fundament, auf dem die Songs von Mañana aufbauen. Darüber haben Gitarre und Keyboard die Freiheit auszuufern und sich eigene Wege zu bahnen. Manuel Bürklis flehende, verletzliche Stimme ist schliesslich das Zentrum, um den sich die Musik dreht. So entstehen überraschende Momente und vielschichtige Klanggemälde. Sehnsüchtige und zugleich optimistische Songs, die berühren. Sie ähneln sich zwar sehr, kaum bemerkt man, wo ein Song aufhört und der nächste beginnt. Der verträumte, sphärische Sound von Mañana fliesst dahin wie süsser Waldhonig.
Produziert hat den Erstling der Brite Ken Thomas (Sigur Rós, Dave Gahan, Björk). Und hier liegt das Problem: Die Band schafft es nicht, ihrem Sound eine eigene Identität zu geben. Zu sehr klingen Mañana nach Sigur Rós oder Mew, wenn auch auf äusserst hohem Niveau. Das soll den Baslern zuerst einmal einer nachmachen. Pop-Perlen wie "Monster" sind von prächtiger Grazie. Wenngleich die Spielzeit von etwas mehr als 30 Minuten eher enttäuschend ist, haben Mañana mit "Interruptions" etwas ganz Grosses geschaffen.
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