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| Wertung
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R=Redaktion
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| Diskografie
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All Hope Is Gone
(2008)
Review lesen |
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9.0: Live
(2005)
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Vol. 3 - Subliminal Verses
(2004)
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Iowa
(2001)
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Slipknot
(1999)
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Slipknot All Hope Is Gone
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Nuancierte Aggressivität |
roz. Die maskierten Männer aus Iowa melden sich nach drei Jahren Abstinenz mit ihrem vierten Studioalbum zurück. Produziert hat es Dave Fortman (Evanescence, Mudvayne), am Mischpult sass Colin Richardson (Machine Head, Trivium). Die Slipknot-Trademarks sind klar zu erkennen. Das Album ist über weite Strecken hart, laut und schnell. Und doch ist einiges anders. Zuerst einmal sind so viele Gitarrensoli zu hören wie noch nie. Dann ist sehr viel mehr melodischer Gesang im Verhältnis zu Gebrüll zu hören. Und schliesslich ist eine Ballade auf dem Album zu finden. Das wäre vor Stone Sour bestimmt nicht möglich gewesen. Hardcore-Fans sind entsetzt über die Entwicklung der Band. Für andere dürfte das grössere Augenmerk auf das Songwriting wohl ein Segen sein.
Die Basis-Rezeptur ist auch auf "All Hope Is Gone" die gleiche geblieben. Slayer-mässige Gitarrenriffs treffen auf schnelle Percussions, dominante Drums und viele Tempowechsel. Darüber Taylors aggressives Gegrolle das mit melodischem Gesang abwechselt. Die Melodien sind stärker gewichtet denn je. Der Sänger zeigt eindrucksvoll, dass er viel mehr kann, als nur zu grunzen. Bei "Purity" wechselt er gar in die Kopfstimme, so wie man es von schmachtenden Pop-Balladen kennt. Taylor war gesanglich noch nie so stark. Ganz klar sind immer mehr Parallelen zur Zweitband von Corey und James zu entdecken, Slipknot bleiben aber schneller als Stone Sour. Das Songmaterial geht wieder mehr in Richtung der ersten beiden Alben, obwohl das Ganze nicht gar so brachial daher kommt. Der Grundtenor der CD ist sehr nachdenklich auch wenn es wieder eine Grosszahl sehr wütender Songs drauf hat.
"All Hope Is Gone" ist ein sehr breitgefächertes Album, das aber Hardcore-Fans mit experimentellen und balladesken Klängen auf eine harte Probe stellt. Ob eine Ballade wirklich zum restlichen Repertoire der Band passt, sei mal dahin gestellt. Slipknot dürften aber mit ihrem vierten Album neue Fans hinzugewinnen können. Dem Neuner gelingt anstandslos der Spagat zwischen "Rückbesinnung auf die Wurzeln" und "Aufbruch zu neuen Ufern". Der Slipknot-Sound ist Immer noch sehr aggressiv, aber doch merklich nuancierter. Sehr cool ist übrigens auch das Booklet mit partieller Lackierung und je einer Doppelseite Bilder pro Maskenmann.
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