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Söhne Mannheims / Xavier Naidoo Wettsingen in Schwetzingen
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Leise, aber vielschichtig |
roz. Das Rokoko-Theater im Schwetzinger Schloss war der Austragungsort des "Wettsingen in Schwetzingen". Im Rahmen von MTV Unplugged traf hier zum ersten Mal zusammen, was davor immer getrennt war. Der Solokünstler Xavier Naidoo und seine zweite Band Söhne Mannheims. Zwei Konzerte auf der gleichen Bühne. Das Wettsingen gewonnen haben in diesem Fall die Naidoo-Fans, die ihren Liebling an diesem Abend gleich zwei Mal erleben durften.
In Form einer äufwändig gestalteten Doppel-CD im Digipack mit integriertem Booklet liegt nun ein Dokument dieses Abends vor. Den Anfang machte Xavier Naidoo mit Gästen. Höhepunkte sind "Wo willst Du hin", nur begleitet von Andreas Vollenweider und seiner Harfe; weiter der neue Song "Wann" im Duett mit Cassandra Steen; und schliesslich die Coverversion "Woman In Chains", ursprünglich von Tears For Fears. Die Söhne Mannheims standen dann im zweiten Teil des Abends auf der Bühne. Auch hier glänzen die Songs in neuem Gewand: "Geh davon aus" wurde in einer sehr funkigen Version gespielt, und "Was wird mich erwarten" erhielt eine jazzige Instrumentierung.
Die einfühlsamen Songs vermitteln in der Unplugged-Instrumentierung und mit neuen Arrangements einen völlig neuen Eindruck. Die Rhythmusfraktion ist angenehm leise, aber sehr vielschichtig. Sanfte Gitarren, Piano- und Cello-Klänge bestimmen das Bild. Die Aufnahmen sind erste Sahne, haben viel Raum und Transparenz. Der Satzgesang der Söhne ist sehr satt, im Gegensatz zum Naidoo-Solo, wo ein bisschen mehr Abwechslung beim Gesang nicht schaden würde. Jedenfalls ist "Wettsingen in Schwetzigen" ein eindrucksvoller Querschnitt durch das Werk dieser vielschichtigen Künstler.
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