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Blue Beat & The Tumblin Donkeys Fingers In The Pie
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Kreativ und emsig |
roz. Beat Hüppin aus Schwyz ist ein äusserst kreativer und emsiger Zeitgenosse. Vergangenes Jahr wirkte er auf der CD "Free Ride" von Tumblin' Dice mit und veröffentlichte unter dem Namen Blue Beat & The Tumblin Donkeys den Scherben "The Long Run". Jetzt kommt schon das Nachfolgealbum "Fingers In The Pie" sowie eine Mundart-CD unter dem Namen voguFisch. "Fingers In The Pie" hat der Multiinstrumentalist komplett in Eigenregie aufgenommen, produziert und abgemischt. Respekt.
"Fingers In The Pie" ist ein vielfältiges Album mit 17 Songs (davon 16 Eigenkomposition) und 75 Minuten Spielzeit. Das Spektrum reicht von Country über Blues bis Rock. Die Gitarrenarbeit ist überdurchschnittlich gut, und Blue Beat hat auch den einen oder anderen wirklich heissen Song im Gepäck. Etwa das stimmige "The House That's Built On Lies" oder das mächtige, ZZ Top-Riff-mässige "Greensburg". Stark.
Schade nur, dass die Texte reichlich naiv und holprig tönen wie mit einem Gratis-Tool übersetzt. Das Hauptproblem mit Blue Beat ist aber der Gesang. Der ist bei weitem nicht auf der Höhe des Rests und reisst alles in den Keller. Und der Hüppin weiss das offensichtlich auch. Er hat sogar einen Song darüber verfasst. In "Fix It In The Mix" geht es darum, dass wohl bei manch einer CD-Produktion im Studio getrickst und nachgebessert wird. Ganz nach dem Motto: "Seht nur her, da gibt es noch ganz andere, die nicht singen können." Eine ziemlich billige Entschuldigung. Und das ist schmerzlich. Denn Beat hat ganz andere Talente, und auf die sollte er setzen.
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