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voguFisch voguFisch
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Geht baden |
roz. Der Multiinstrumentalist Beat Hüppin veröffentlicht dieses Jahr gleichzeitig zwei neue CDs. Unter dem Namen Blue Beat & The Tumblin Donkeys macht er blues- und country-beeinflussten Rock mit englischen Texten. Und unter dem Titel "voguFisch" kommt ein Mundart-Album, bei dem er alles selber komponiert und getextet sowie die Instrumente im Alleingang eingespielt, abgemischt und produziert hat. Chapeau.
Er selber höre wenig Mundartrock, sagt Beat. Darum sind die musikalischen Einflüsse auf "voguFisch" unterschiedlichster Art. Es ist Rock, der auch mal nachdenklich-balladesk daherkommt. Die Texte sind etwas weniger tölpelhaft als die auf dem englischen Blue-Beat-Album "Fingers In The Pie". Zum Leidwesen des durchwegs guten Songmaterials ist aber auch hier der Gesang ein Problem. Hüppin ist sich dessen offensichtlich bewusst, denn wie auf "Fingers In The Pie" gibt es auch hier einen Song ("Was die chöi, chöne mir o"), der sich mit dem Thema befasst. Das klingt dann so: "Singe chöi die o nid, Ämu nid besser weder ig". Das ist ein billiger Trost. Denn mit besserem Gesang könnte voguFisch tatsächlich noch manch andere Mundart-Band überflügeln. Aber so geht bedauerlicherweise die ganze Produktion baden.
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Kommentare:
Kommentar von dylan02 vom 24.10.2008:
Zum Gesang allgemein; der ist natürlich immer Geschmackssache. Eine Stimme kann einem gefallen oder auch nicht. Geht mir bei vielen bekannten Acts genau gleich. Ein Amerikaner schrieb mir aber z.B. wörtlich: „Vocals are better than most foreign bands.“
Wie bei der BBTD-Scheibe interpretiert roz auch hier wieder einen Text falsch. Die zitierte Aussage aus "Was die chöi" ist nämlich gar nicht auf mich selber gemünzt, da die kompletten Strophen trotz der "Ich"-Form nicht aus meiner Perspektive geschrieben sind. Ich stehe hingegen absolut dazu, dass mein Gesang in technischer Hinsicht nicht perfekt und sicher noch verbesserungsfähig ist. Damit habe ich kein Problem!
Wo roz aber die Texte als "tölpelhaft" (bei der BBTD-Scherbe ausserdem auch als "naiv") bezeichnet, frage ich mich bei aller Bereitschaft zur ehrlichen Selbstkritik echt, was er damit meint. Hier einige konträre Aussagen aus einem voguFisch-CD-Review von trespass.ch:
"Texte mit Substanz und Inhalt"
"charmante Singstimme"
"Die originellen Storys machen eventuelle Makel beim Gesang locker wett."
"Ein offenherziges, empfindsames und geistreiches Werk."
Dies einfach, um zu zeigen, dass man solche Dinge stets auch um 180% gedreht sehen kann, je nach Geschmack und je nachdem, wie man gewisse Aspekte für sich persönlich gewichtet... Und demzufolge empfiehlt es sich, in einem Review vorsichtig zu sein mit apodiktischen Aussagen wie "so geht (...) die ganze Produktion baden", dito mit so harten Ausdrücken wie "tölpelhaft", vor allem, wenn man darauf verzichtet, seine Behauptungen zu belegen.
Beat / voguFisch
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Kommentar von dylan02 vom 24.10.2008:
Hoppla, natürlich 180°, nicht 180%... ;-)
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Kommentar von Subby vom 31.10.2008:
beat, wenn du mit reviews und objektiven ansichten nicht leben kannst solltest du deine platten nicht an mags oder online-mags zum anhören versenden. sich danach rausreden und rechtfertigen ist auch absolut überflüssig... grüsse
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Kommentar von dylan02 vom 01.11.2008:
Ja danke Subby, aber was _Du_ als überflüssig erachtest, ist für mich nicht unbedingt massgeblich. Mit objektiven Ansichten und Meinungen kann ich sehr gut leben. Es gibt nämlich auch viele Reviewer, die eine Kritik fair und nüchtern rüberbringen können, statt auf bewusst übertriebene, provokative Wörter zu setzen, nur damit der Review "Spass macht beim Lesen" (Aussage von roz in Mail an mich). Ausserdem, wenn Deine Aussagen bewusst falsch interpretiert werden, nur damit der Reviewer einen guten Aufhänger für seinen Text hat. Das hat mit objektiver Aussage nichts mehr zu tun, und darum fand ich es in diesem einzelnen Fall auch angemessen, ein paar Dinge in ein etwas anderes Licht zu rücken. Gruss!
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Kommentar von Subby vom 03.11.2008:
Ich denke das erachtet jede/r Musikschaffende als überflüssig ;) lass reviews einfach stehen wie sie sind, lebe damit und wenn für dich etwa konstruktive kritik dabei rausschaut dann nimm sie mit auf den weg, und wenn nicht dann lass es halt sein.. aber mit rausreden macht man sich einfach nur lächerlich.
dass aussagen falsch interpretiert werden gehört bei reviews nunmal dazu, oder denkst du dass jeder der sich deine songs anhört dabei ans gleiche denkt oder denken muss? dann solltest du aber im booklet eine stellungnahme zu jedem song abdrucken damit auch ja niemand etwas falsch interpretiert...
reviews können nunmal auch negativ ausfallen, und manchmal fallen lächerliche vergleiche und nicht nachvollziehbare aussagen, zum teil auch aus purer provokationslust... das musst du als musiker schlucken können, kommentarlos... "dinge ins rechte licht rücken" zeigt verunsicherung und l"verknorztheit"... denk darüber nach. Grüsse.
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