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Goldbaerg Goldbaerg 1
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Schmuckes Konzept |
roz. Goldbaerg ist ein Trio, das eigentlich ein Quartett ist. Eine Drummaschine gehört als festes Bandmitglied dazu. "Swiss Pop Folk" nennt die Band ihren Stil, genauer "eine kommerzielle Mischung aus Sprechgesang, Schwyzerörgeli, Kontrabass und Computer". Ganz mit dem Bandnamen korrespondierend kommt der erste Silberling von Goldbaerg in glänzender Goldoptik daher. Sehr schick.
"Goldbaerg 1" baut geschickt eine Brücke zwischen Traditionellem und Neuzeitlichem. Highlight dieser Produktion ist zweifelsohne Marcel Oetiker am Schwyzerörgeli. Taufrisch und fortschrittlich klingt sein Spiel, das von Bassist Pirmin Huber gekonnt unterstützt wird. Bemängeln muss man allerdings den Einsatz des Drumcomputers. Die Beats sind zwar zeitnah, aber sie zwängen den frechen Sound doch unnötig in ein zu enges Korsett. Wenn man sich vorstellt, wie lebendig das Ganze erst klingen könnte, wenn da noch ein Schlagzeuger mit leicht jazziger Färbung am Werk wäre, kommt leichte Wehmut auf.
Sänger Armin Oetiker versucht teilweise besonders dramatisch zu sein, das wirkt aber ziemlich gekünstelt. Im Grossen und Ganzen geht das aber in Ordnung, seine Stimme hat Gehalt, und er holt auch das Maximum an Variantenreichtum aus dem Sprechgesang heraus. Die philosophischen Dichtungen in verwurzelter Mundart sind originell und mundfertig. Gegen Ende der Platte gehen der Truppe aber leider die Ideen aus. So muss man einen Song ertragen, der hauptsächlich aus den Phrasen "Mir sind Goldbaerg, Goldbaerg" besteht und anschliessend auch noch einen ohne Drumcomputer, der auf dem Text "wir können auch ohne" basiert, das ist nicht besonders geistreich. Ruhmlos ist auch die Spielzeit von nur gerade 34 Minuten. Dennoch ist "Goldbaerg 1" eine goldige Platte, die durch ein schmuckes Konzept glänzt.
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