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Liam Finn I'll Be Lightning
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Füllige Wärme |
roz. Liam Finn, der 24-jährige Spross einer neuseeländischen Künstlerfamilie, wurde mit Instrumenten und Musik gross. Sein Vater Neil ist der Kopf von Crowded House ("Always Take The Wheater"). Liam ist die Rebe eines musikalischen Weinstocks, der sicherlich den Vater erkennen lässt, aber die Dinge aus seiner Generation, mit seinem Leben und seinen Träumen verfeinert. Das Destillat daraus ist wunderbare Musik.
Das Debütalbum von Liam Finn ist ein Pop-Platte mit haufenweise cleveren Songs. Das Material ist gleichermassen absonderlich und eingängig. Die Produktion mutet nostalgisch an, ist sehr warm und räumlich. Die Chöre und die Hooklines erinnern schon mal an die Beatles. Aber es kommen auch moderne Synthie-Klänge und Samples zum Einsatz. Und das alles wird in spannende Arrangements verpackt. "I'll Be Lightning" ist wundersam süss und lebensfroh im Grundton. Folkig angehaucht und doch deutlich im Pop zu Hause.
Liam Finns Stimme ist sehr wandelbar, wechselt zwischen fülliger Wärme zu kratzigem Falsett. Die Texte sind aus dem Leben gegriffen und so herrlich ehrlich ("Honestly, I don't remember who you are"). Liam Finn hat eine wohltuende Experimentierfreude und bleibt doch stets auf dem Boden. Das hat man so zuletzt bei Beck gehört.
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