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Lunatica New Shores
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Auf zu neuen alten Ufern |
roz. Zu neuen Ufern machen sich Lunatica mit ihrem vierten Album nicht wirklich auf. Produziert hat wiederum Sascha Paeth (Edguy, Kamelot). Und mit John Payne wurde ein weiteres Duett aufgenommen. Die Aargauer haben ihren Sound zwar weiter verfeinert und präzisiert. Dennoch stagniert "New Shores" ein wenig, wenn auch auf sehr hohem Niveau. Und das ist eine wirklich beachtliche Leistung für eine Band, deren Mitglieder alle noch berufstätig sind.
Symphonic Metal nennt man diesen Stil heute, der durch Bands wie Nightwish enorm an Popularität gewonnen hat. Die Kompositionen von Lunatica sind sehr vielschichtig. Das Schlagzeug ist progressiv, die Giarren sind heruntergestimmt. Dazwischen werden symphonische Passagen eingebaut. Mitreissende Refrains und zarte Momente arrangieren Lunatica gekonnt zu einem kompakten Ganzen. Der druckvolle Sound überzeugt mit wahrlich grossen Melodien, die von Andrea bravourös getragen werden. Neu sind der vermehrte, dezente Einsatz von Elektronik, etwa im Song "Incredibles", sowie die ausgereifteren Gitarrensoli.
Gegen Ende leider schwächelt "New Shores". "Farewell My Love" im Duett mit John Payne (Asia) wirkt allzu kalkuliert. "Heart Of A Lion" passt in seiner poppigen Art nicht richtig zum Rest des Albums. Das an und für sich starke "My Hardest Walk" wird durch einen uninspirierten Mittelteil zerrissen. Und zum Abschluss folgen noch zwei Balladen, wobei "How Did It Come To This" mit einer berührend melancholischen Stimmung noch zu überzeugen weiss. Alles in allem ist "New Shores" aber ein fantastisches Stück Progressiv-Metal, mit grossen Momenten. Insbesondere die erste Hälfte mit seinen durchschlagenden Songs ist stark.
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