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Blues Max Bonus
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Gewitzt und pointiert |
roz. Blues Max schnuret zwar einwandfrei Züri-Dütsch. Geboren ist Werner Widmer alias Blues Max aber am Bodensee. Und auf die Frage, ob es nicht seltsam sei, dass ein Komiker den Blues im Namen trägt, schüttelt Widmer schmunzelnd den Kopf: "Die Komik kommt aus dem Scheitern. Der Alltag ist voller kleiner Katastrophen, und das Witzige daran ist, wie der Mensch sich dagegen stemmt." Wie Widmer dem Scheitern Würde verleiht, das hat er den ganz Grossen abgeschaut: Charlie Chaplin und Buster Keaton.
Sieben Jahre nach seiner letzten CD kommt das siebte Album von Blues Max. "Bonus" ist das bisher musikalischste Werk des leidenschaftlichen Geschichtenerzählers. Zusammen mit hochkarätigen Musikern wie dem Slide-Gitarristen Richard Koechli und den legendären Keiser-Twins an Bass und Schlagzeug hat Widmer eine Art Best-Of-CD gemacht, die aber auch neue Songs enthält. Etwa eine schweizerdeutsche Version des Prinzen-Songs "Alles nur geklaut" oder der Titelsong "Bonus" in dem Blues Max gewitzt schildert, wie er im Büro des Chefs fragt, ob er denn jetzt nicht auch mal so einen Bonus haben könne.
Dann sind da altbekannte Nummern wie "Sunntigsbrate", "Lecker", "Servila" oder "Nüt mitnäh", die neu arrangiert wurden. Als Bonus sozusagen. Höhepunkt des Albums ist schliesslich der "Mukermäntig", eine zwölfminütige Talking-Blues-Story, die dem legendären "Ego-Blues" in nichts nachsteht. Allein wie Widmer das Wort "Mäntigmorge" sagt ist schon urkomisch. Blues Max ist pointiert, witzig, schlitzohrig und auf jeden Fall hörenswert.
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