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Hellbone Pollinctor
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Grossartig unreal |
roz. Die Aargauer Hellbone machen eine eigenwillige Mischung aus Dark Industrial Electronica und experimentellem Noise. Als Einflüsse werden Skinny Puppy, Tool und Nine Inch Nails genannt. Als besonderes Merkmal sticht heraus, dass es zwar Vocals gibt, aber keine Texte. Will heissen: Der Gesang wird lediglich als Stilmittel eingesetzt und ist meist bis zur Unkenntlichkeit verzerrt, so dass es klingt wie ein zusätzliches Instrument.
"Pollinctor" kommt daher wie eine verzerrte Mixtur aus Marilyn Manson und Nine Inch Nails. Durch und durch synthetische Klänge und haufenweise Effekte werden hier übereinander geschichtet. Der Sound ist satanisch böse, stereotyp und spartanisch. Dennoch aber klar differenziert. Die Beats sind höllisch knochig und progressiv. Die Songs sind scheinbar ereignislos. Lakonisch wiederholen sich unversöhnliche Themen. Die daraus entstehende Stimmung ist schlicht grossartig. Fast schon unreal scheint das, was da auf den Hörer einwirkt. Und so gelingt es Hellbone tatsächlich, dem Industrial-Genre etwas völlig Neues abzugewinnen Ein wahrlich diabolischer Trip für Leute, die sich gerne auf Experimente einlassen, absolut jenseits jeglichen Mainstreams.
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