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Parzivals Eye Fragments
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Mit dem Spirit der 70iger |
roz. RPWL gehören zu den derzeit angesagtesten Prog-Rock-Bands Deutschlands. Nachdem deren Gitarrist Karlheinz Wallner mit Blind Ego schon zwei Soloplatten gemacht hat, folgt nun RPWL-Bassist Chris Postl unter dem Namen Parzivals Eye. Mit an dem Projekt beteiligt sind: Pallas-Sänger Alan Reed, Yogi Lang von RPWL am Keyboard, Alan-Parsons-Gitarrist Ian Bairnson, die Magenta-Sängerin Christina Booth sowie Schlagwerker Hannes Weigend (Masha, Curly, Stan Bush) und Session-Gitarrist Ossi Schaller.
Der Einstieg in "Fragments" ist Pink-Floyd-mässig, mit breitflächigen Keyboards und einer akustischen Gitarre. Später werden Erinnerungen an Yes, Marillion, ELO und Genesis der "Trick of The Tail"-Phase wach. Doch die Platte klingt in erster Line sehr stark nach RPWL. Am Ende gibt es gar noch einen 10-minütigen Bonustrack von Postls Stammband, der bisher nur auf der Limited Edition von "Nine" zu finden war. Man fragt sich also, warum einer eine Solo-Platte aufnimmt, wenn er eh wieder dasselbe macht wie bisher. Aber abgesehen davon ist "Fragments" eine vielschichtige Progressive-Rockplatte, die über weite Strecken eher ruhig angelegt ist. Stellenweise wird aber auch ordentlich im Nu-Metal-Stil abgerockt. Die hochwertigen Songs lassen den Spirit des siebziger Meloprogs auf ebenso originale wie originelle Weise hochleben.
Etwas ganz Besonderes ist Chris Postl mit dem Cover des Graham-Nash-Klassikers "Chicago“ gelungen. Als Pianoballade beginnend, gewinnt dieser leise Protestsong mit Christinas ergreifendem Gesang und einem ebenso einfühlsamen wie originellen Bass-/Gitarrenarrangement samt Dobro-Gitarrensoli eine völlig neue Eindringlichkeit. "Dieser Song beinhaltet für mich die kritische Haltung zu Amerika“, erklärt Postl. "Er hat aber zugleich auch was Versöhnliches und diese We-can-change-Attitüde, die ja witzigerweise heute wieder aktuell ist.“
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