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Sylvan Force Of Gravity
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Anstrengend |
roz. Sylvan aus Hamburg vermischen fragile Songteile mit einigen wenigen krachigen Gitarren zu einem kontrastreichen Prog-Rock-Mix. Der Hang zum Poppigen und Balladesken, der schon auf der letzten CD "Presets" überhand nahm, ist auch auf dem siebten Album "Force Of Gravity" omnipräsent.
"Force Of Gravity" ist ein geradezu experimentierfreudiges Album, dadurch aber auch sehr anspruchsvoll, wenn nicht anstrengend. Scheidepunkt bei Sylvan ist Sänger Marco Glühmann. Er hat einen übertrieben theatralischen Stil mit bewusst platzierten Atmern und einem bisweilen leidenden Grundton. Klingt ein bisschen wie eine Mischung aus den Sängern von Marillion und Muse. "Follow Me" mit dem raffinierten Rhythmus könnte zu den stärksten Nummern auf dem Album gehören. Jedoch macht der übersteigerte Refrain alles zunichte.
Ansonsten bestimmen Pianoklänge, oft ganz ohne den Rest der Band und nur mit Streichern untermalt, das Bild. Sehr gefühlvoll ist das Duett mit Miriam Schell (Rain For A Day) im Song "Midnight Sun". Aber auch die schönen, lang gezogenen Gitarrensoli und die poppigen Melodien verfehlen ihre Wirkung nicht. Die forschen, folgewidrigen Wechsel machen es dem Hörer aber nicht einfach, sich auf Anhieb von "Force Of Gravity" anziehen zu lassen.
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