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Filewile Blueskywell
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Närrisch gut |
roz. Die beiden Berner Produzenten Dustbowl (Andreas Ryser) und Dejot (Daniel Jakob), einst als Laptop-Duo gegründet, liefern unter dem Namen Filewile ihr spinniges zweites Album "Blueskywell" ab. Der Soundteppich ist mit analogen Geräten und Plastikspielzeuginstrumenten erzeugt. Daher klingen Filewile irgendwie warm und auch so schön nostalgisch. Und weit ab der Norm.
Der pulsierende Sound blubbert spleenig. Die Zeitung Der Bund behauptete, dazu könne man nicht tanzen. Klar, die analogen Rhythmen sind vermeintlich nicht perfekt, und das ganz bewusst. Es bummert und wummert, ein unterschwelliger Reggae taktet im Off-Beat, ja, das ist eigenbrötlerisch. Aber auch äusserst vergnügt und durchaus tanzbar.
Die Haupt-Sängerin Joy Frempong bewegt sich in ihren Texten zwischen kindlichem Nonsens und tiefgründiger Gesellschaftskritik. Sprechgesang im Laurie-Anderson-Stil kontrastiert sie wenn sie ihre Stimme nach ganz hoch verstellt, so wie es Prince auch gerne macht. Nur übertriebener. Manchmal bringt sie Englisch mit einem übertrieben asiatischen Akzent. Sie gurgeln wie beim Zähneputzen. Und man fragt sich, ob die Leute im Studio keinen Lachkrampf hatten, während sie so blödelten. Zur Abwechslung gibt es Instrumentals im Moby-Stil. Alles närrisch gut und autark. "Blueskywell" ist der Pop des nächsten Jahrzehnts.
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