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Van Golden Platin
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Goldig |
roz. Die Zwillinge Marisa und Raphaela Pichler nennen sich Van Golden, ihre erste Platte heisst "Platin". Das ist mässig originell. Die Kombination aus souligem Variété mit Schweizer Mundart ist da schon erfindungsreicher. Die Schwestern wuchsen im Raum Aarau auf. Von Filmen mit Fred Astaire und seiner Tanzpartnerin Ginger Roger liessen sie sich inspirieren. Die beiden musizieren, steppen und tanzen seit sie wissen, wie die Töne zu treffen und die Beine zu heben sind.
Die Stimmen von Marisa und Raphaela sind gebildet. Die Songs üppig produziert und klangvoll. Und tatsächlich groovt der Sound. Doch obwohl der auf Hochglanz polierte Reissbrett-Pop zwischen Soul, Disco und e bitzli Rock makellos geformt ist, bleibt er bedauernswert seelenlos. Die meisten Songs entstehen in Zusammenarbeit mit Thomas Garcia, Freund der Familie und Bandleader von Lockstoff.
Begleitet werden die Schwestern von einem 10-köpfigen Orchester (inkl. Bläser und Background-Sängerinnen). Dass der Designer-Pop nicht am Computer entstand sondern von einer Band gespielt wird, kommt der Produktion deutlich zu Gute. Die Mundart-Texte handeln von Beziehungen, der Liebe und Freundschaften. Das ist goldig, aber am Ende halt doch etwas fad.
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