 |
| Wertung
|
R=Redaktion
L=LeserInnen
Geben Sie Ihre Wertung ab!
|
|
|
|
Jeff Scott Soto One Night In Madrid
|

|
Sympathisches Stück Rock'n'Roll |
roz. Der New Yorker Jeff Scott Soto kann auf eine lange Karriere als Rocksänger zurückblicken. Zu seinen grössten Erfolgen zählen die Arbeit mit Yngwie Malmsteen, Axel Rudi Pell und Talisman. Seit 1994 veröffentlicht er auch regelmässig Soloalben unter eigenem Namen. "One Night In Madrid" wurde am letzten Abend der Tour 2009 aufgezeichnet, proklamiert die neue Band und dokumentiert den leichten Kurswechsel in Sotos Musik. Der gitarrenlastige Rock ist auf dem letzten Album "Beautiful Mess", das von Paulo Mendonça produziert wurde, leicht funkiger geworden.
Der Schwerpunkt der Songauswahl auf dieser Live-Doppel-CD liegt beim Solo-Schaffen von Soto, insbesondere dem letzten Album "Beautiful Mess". Daneben sind zwei Talisman-Songs zu hören, sowie diverse Medleys, unter anderem auch Seals "Crazy" und Madonnas "Frozen". Gegen Ende des Programms sind viele Balladen und gemächlichere Songs platziert, wodurch viel Schwung verloren geht. Bei den letzten beiden Songs dreht die Band dann aber nochmals auf. Als Zugabe gibt es ein zwölfminütiges, kunterbunt zusammengewürfeltes Medley rund um "Play That Funky Music" von Wild Cherry.
Jeff Scott Soto hat eine milde aber kräftige Stimme. Die passt ideal zum sanftmütigen Rock. Die Band ist gut adaptiert wobei der spanische Gitarrist Jorge Salan mit seinen Einlagen heraus sticht. Erstaunlich fit sind auch die Chöre. Die Aufnahmen sind kernig und das Publikum heissblütig. Nach einem reichhaltigen Start wirkt die Show ab der Mitte aber unnötig zerstückelt. Dennoch ist "One Night In Madrid" ein sympathisches Stück Rock'n'Roll für Freunde melodiöser Rockmusik.
Das Konzert ist als Doppel-CD und DVD erhältlich.
|