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Manuel Normal De Wöd steht nimma laung
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Sprech- und Ruf-Gesang |
roz. Manuel Normal nennt sich ein Linzer, dessen Musik zwar recht normal ist, die Texte in tiefem Oberösterreicher-Dialekt dafür umso deftiger. Das klingt dann zum Beispiel so: "I mecht dass olle wieda nockad san – wia früha und wia de tiere tan". Der scheisst sich nämlich nichts, dieser Manuel. Aus Prinzip. "De Wöd steht nimma laung" ist sein zweites Album. Neben dem Laut-Dichter gehören noch ein Schlagzeuger, ein Bassist und ein DJ zum Ensemble.
Minimal-Funk mit avantgardistischen Elektronuancen und Brachial-Sprechwerkzeug. So in etwa lässt sich "De Wöd steht nimma laung" zusammenfassen. Mit ordentlichem Wortrhythmus und Live-Schlagzeug grooven die 18 Mundart-Songs weidlich. Die Darbietung irgendwo zwischen Sprech- und Ruf-Gesang kommt vielfach auch mehrstimmig daher. Der eine erzählt, der andere schreit hysterisch. Dabei fährt Manuel Normal mit grobschlächtigem Witz auf. Ein Sticker auf der CD warnt schon mal: "Deutliche Sprache" (in Hinblick auf den strengen Dialekt eindeutig zweideutig). Und Songs wie "Robota" sind wahrlich erheiternd. Aber man muss auch eine stattliche Zahl Nummern ertragen, in denen der Linzer einem die Ohren mit irgendeinem Schmarrn aus der untersten Schublade voll sudelt. Dennoch hat die Platte mehrere gute Momente und sei Leuten empfohlen, denen EAV zu universell und Falco zu abgelebt ist.
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