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EAV Neue Helden braucht das Land
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Scharfzüngige Schenkelklopfer |
roz. Graz in der Steiermark, 1977. Hier wird die Erste Allgemeine Verunsicherung gegründet. Mit der Mixtur aus Rock'n'Roll, gesellschaftspolitischem Kabarett und wildem Aktionismus auf der Bühne geht der Erfolg der EAV vor allem in den 80ern regelrecht durch die Decke. Bei oberflächlichem Hören konnte durchaus der Eindruck entstehen, es gehe nur noch um Witz und Klamauk. Heute sei die Truppe um Songschreiber Thomas Spitzer wieder nachdenklicher und kritischer, heisst es. Aber eigentlich waren die Österreicher schon immer rabenschwarz und bös satirisch.
"Neue Helden braucht das Land“ ist ein typisches, gewohnt abwechslungsreiches EAV-Album. Die scharfzüngigen Texte werden auf verschiedenste Weise vertont. "Obama" etwa kommt als fideler US-Contry-Song daher, "Nostradamus" hat fast etwas von Rammstein und "Eloise & Die Krise" als reduzierter Disco-Stampfer. Bärbeissig besingen sie etwa das "Trottel-TV" ("... und auf einem anderen Kanal sucht ein Bauer seine Sau“) und raten beim Karriereloch: "Werde Szenetussi oder Fernsehkoch". Lustig? Ja, es ist lustig, weil alles so wahr ist. Man stellt allerdings auch fest, dass die Themen in den 33 Jahren EAV immer ein bisschen dieselben geblieben sind. Die Menschheit ist töricht und intolerant, die Kirche rückständig und die US-Politik nicht zu retten. Auch musikalisch hat man öfter das Gefühl, die Band schaue bei sich selber ab (ausser bei "Männer brauchen Tritte", da standen Die Ärzte Pate). Dennoch ist "Neue Helden braucht das Land" ein lohnendes Album, mit Ohrwürmern und Schenkelklopfern aber auch mit bissiger Gesellschaftskritik
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