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Slash Slash
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Meisterwerk zusammengewürfelt |
roz. Obwohl der ehemalige Guns'n'Roses-Gitarrist Slash bereits auf eine überragende Weltkarriere zurückblicken kann, ist "Slash" sein erstes wirkliches Soloalbum. Er verbrachte fast ein Jahr im Studio, wo er mit Produzent Eric Valentine (Queens Of The Stone Age) und der Rhythmusabteilung, bestehend aus Bassist Chris Chaney (Jane's Addiction) und Schlagzeuger Josh Freese (Nine Inch Nails), arbeitete. Die Liste der Gastsänger ist so vielfältig wie das Resultat. Mit dabei unter anderen Adam Levine (Maroon 5), Myles Kennedy (Alter Bridge), Andrew Stockdale (Wolfmother) und M. Shadows von Avenged Sevenfold. Beim fetzigen Instrumental-Song "Watch This Dave" sitzt Dave Grohl am Schlagzeug.
"Slash" ist eine erstklassige, enorm vielfältige Rock-Platte, die unterstreicht, warum der Gitarrist mit dem Zylinder zu den coolsten Hosen im Business zählt. Die Lässigkeit mit der er die Riffs aus der Gitarre raspelt ist bemerkenswert. Es groovt gewaltig und die Soli sind glänzend. Die Produktion ist erste Sahne. Die Songs sind alles Top-Kompositionen, hier gibt es kein Füllmaterial. Für Abwechslung sorgen nicht nur die verschiedenen Sänger. Auch stilistisch wird eine breit gefächerte Palette geboten: Von Gothik-Rock über melancholische Balladen bis zum Sleaze-Metal reisst Slash alles vom Stapel. Eigentlich ist das Album ein Meisterwerk.
Das Problem ist einzig, dass der rote Faden irgendwie fehlt. Die Platte wirkt mit den vielen Sängern etwas gar zusammengewürfelt. "Promise" mit Chris Cornell hätte auch auf dem letzten Solo-Album des ehemaligen Soundgarden-Sängers sein können. "Crucify The Dead" mit Ozzy Osbourne klingt nach Ozzy pur und "Ghost" mit Ian Astbury klingt eben nach The Cult. So geht es weiter mit Kid Rock, Iggy Pop oder Lemmy, jeder kriegt seinen massgeschneiderten Song auf den Leib geschrieben. Die einzige Überraschung ist die Zusammenarbeit mit Fergie von Black Eyed Peas. Eine solche Rockröhre hätte man der Designer-Puppe gar nicht zugetraut.
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