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Vince Neil Tattoos & Tequila
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Dr. Feelgood |
roz. Vince Neil, Frontmann der L.A.-Kult-Band Mötley Crüe, scheint Langeweile zu haben. 15 Jahre nach seinem letzten Soloalbum veröffentlicht er unter seinem Namen eine Platte mit neun Covers von Bands wie Aerosmith, CCR, Cheap Trick, Scorpions, The Sweet und ZZ Top. Dazu kommen noch zwei eigene Nummern, wobei die Ballade "Another Bad Day" ein Überbleibsel aus den Aufnahmesessions zu Mötley Crües "New Tattoo" ist. Produziert haben Jack Blades und Marti Frederiksen (Aerosmith, Ozzy Osbourne, Alice Cooper). Das ist alles nicht besonders originell. Macht aber mächtig Spass.
"Tattoos & Tequila" überrascht mit einer kompetenten Songsauswahl. Es sind überwiegend keine abgedroschenen Gassenhauer, sondern Spezialitäten aus den 60ern und 70ern. Das Ganze klingt auch erstaunlich frisch, jedoch wenig originell, da sich die Band rund um Slaughter-Gitarrist Jeff Blando Nahe an den Originalen hält. Besagte Band klingt indes extrem tight und rockt mächtig. Das Album wirkt homogen und in sich geschlossen. Verblüffend in diesem Zusammenhang ist auch, wie es dieser Vince Neil schafft, jedem Song seinen eigenen Stempel aufzudrücken ohne das jeweilige Erbe zu vernachlässigen. Der Sänger ist in Bestform und trifft selbst die höchsten Töne. "Tattoos & Tequila" hält sich ganz und gar and das viel zitierte "Sex and Drugs and Rock'n'Roll"- Motto, ist Unterhaltung pur und macht einfach nur gute Laune. Vince Neil als Dr. Feelgood sozusagen. Auf der anderen Seite soll die Frage erlaubt sein: Wer, ausser einem Crüe-Fan, kauft so was?
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